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Mittwoch, 14.03.2018

Stadtbahnbau dauert Jahre länger

Die Planer sind zu langsam, sagen SPD und Grüne. Deshalb kämen Verkehrsprojekte nicht schnell genug voran. Jetzt gibt es eine Idee für mehr Tempo.

Von Christoph Springer

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Künftig sollen Straßenbahnen auf der Nürnberger Straße fahren. Das wird beim aktuellen Planungs- und Bautempo aber nicht vor 2026, befürchten SPD und Grüne.
Künftig sollen Straßenbahnen auf der Nürnberger Straße fahren. Das wird beim aktuellen Planungs- und Bautempo aber nicht vor 2026, befürchten SPD und Grüne.

© Visualisierung: D. Jdanoff/virtual-architects.net

Die Stadtbahn 2020 ist Geschichte. Sie müsste Stadtbahn 2026 heißen, denn der Bau der ersten Strecke zwischen Löbtau und Strehlen ist frühestens in acht Jahren abgeschlossen. Dieser Überzeugung sind die Stadtratsfraktionen von SPD und Grünen. Die Planung geht zu langsam voran oder stockt gleich ganz, und die Verantwortlichen in der Verwaltung setzen nicht die richtigen Prioritäten, meinen die Fraktionen. „Da fehlt es an Führung, an der leitenden Hand“, sagt Johannes Lichdi (Grüne). Die Kritik richtet sich an Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) persönlich und an dessen Rathausressort.

Mit mehreren Anfragen an die Verwaltung hat SPD-Stadtrat Hendrik Stalmann-Fischer immer wieder Zwischenstände der Planung und der Bauarbeiten in Erfahrung gebracht. Dabei kam Anfang Februar unter anderem heraus, dass drei Stellen im Straßen- und Tiefbauamt neu besetzt werden müssen, bevor weitergeplant werden kann. Deshalb gingen die Vorbereitungen für den Umbau der Nürnberger Straße, der Nossener Brücke und des Zelleschen Wegs vorübergehend gar nicht oder nur schleppend voran.

Jetzt reicht es den zwei Fraktionen. Sie wollen, dass die Verwaltung schneller wird und die richtigen Prioritäten setzt. Um nah dran zu sein an den Planern, soll die alle zwei Monate tagende Lenkungsgruppe Königsbrücker Straße künftig die Stadtbahn 2020 zum Thema haben. „Dort sind alle Stadtratsfraktionen vertreten, dazu Mitarbeiter aus der Verwaltung“, erklärt Lichdi deren Zusammensetzung.

In der Gruppe würde Klartext gesprochen. So erführen die Stadträte schneller, welche Probleme es gibt, und könnten sofort Lösungsvorschläge machen. Die Pläne für den Königsbrücker-Umbau seien fast fertig und würden bald für den nächsten Schritt des Verfahrens an das Land geschickt werden. Damit könne sich die Lenkungsgruppe einem anderen Thema widmen, argumentieren Lichdi und Stalmann-Fischer. Diese Neuerung soll der Bauausschuss diskutieren und beschließen.

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 40 Kommentare

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  1. Wenn man nicht mehr weiterweis

    ... dann gründe man nen Arbeitskreis. Aber schon toll, wie die Linksgrünen das Amt mit sinnlos-Planaufgaben bombardieren und sich dann "wundern", dass nichts fertig wird. Auch die Kö war ja schon mal fertig geplant gewesen, aber da musste alles wieder über den Haufen geworfen werden. Schlimm, dass 5 Jahre Rotgrün im Stadtrat die Stadt um mindestens 10 Jahre zurückwerfen

  2. Franz

    Der alte schwarzgelbe Stadtrat hat es in 18(!)jähriger Planung nicht geschafft, sich überhaupt auf einen Vorschlag zu einigen, geschweige denn umzusetzen. Rotrotgrün hat sich nach 2 Jahren auf eine Variante geeinigt und mittlerweile sind die Planfeststellungsunterlagen bei der Landesdirektion Sachsen zur Genehmigung eingereicht. Soviel zur Frage, wer Dresden zurückwirft.

  3. Roman

    Lenkungsgruppe? Was wie der Stein des Weisen klingt, hält die, die am Thema arbeiten, bloß ab. Stadträten, die eh meinen, alles besser zu können, etwas erklären zu wollen, ist pure Zeitverschwendung. Es ist überall schwer, gutes Fachpersonal zu finden. Die Verwaltung wird da keine Ausnahme sein. Auch die Bürgermeister können sich kein Personal backen. #1 hat den Finger genau in der Wunde !!!

  4. smoky

    @1... und macht man sich`s zu einfach und hat keine Ahnung, dann sucht man sich einen Buhmann und krakeelt herum. Ansonsten wäre Ihnen vielleicht schon mal aufgefallen, das generell in D Planungsprozesse extrem lange dauern, und selbst die Ausführungen oft nur schleppend vorangehen. Beispiele BER, Oskarstraße, Bahnstrecke DD- L, ein sogenanntes Verkehrsprojekt Deutsche Einheit, das nun wohl in seiner Gesamtheit so etwa 2030 fertig werden soll. "Betroffene ningelige Bürger" (St. Florian lässt grüßen!), überbordende, träge Bürokratie und Justiz und eine profilierungssüchtige, Kompromissunfähige Politik sind da wohl gleichermaßen involviert. Schauen sie mal, wie vergleichsweise schnell solch Projekte wie der Gotthardbasistunnel durchgezogen wurden. Das dank Demokratiefähiger Politik und Volk und vernünftiger Gesetze gleichermaßen.

  5. Naja

    Wenn es gut geplant wird dann ist alles gut. Das Geld ist im Augenblick besser für Schulen auszugeben. Tja vielleicht muss Rot Grün nur den Mist der CDU Regierung ausbaden.

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