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Samstag, 13.10.2018

Stadt kauft Furnierhalle und Außengelände fürs neue Jugendzentrum

Kommwohnen tritt die Flächen in Görlitz für 65 600 Euro ab. Der Verkauf war seit über drei Jahren geplant.

Von Ingo Kramer

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Görlitz. Es ist kein spektakulärer Schritt, aber ein Wichtiger: Die Stadt kauft die Furnierhalle mitsamt Außengelände im früheren Waggonbau-Werk I, um dort das neue Zentrum für Jugend- und Soziokultur zu errichten. Das haben die Stadträte im Verwaltungsausschuss am Mittwochnachmittag bei einer Gegenstimme (Joachim Paulick/Zur Sache) entschieden. Verkäufer ist die städtische Tochtergesellschaft Kommwohnen. Es geht um insgesamt 3 280 Quadratmeter Grund und Boden für 20 Euro je Quadratmeter, zusammen also 65 600 Euro. Das Gebäude der Furnierhalle geht zu einem Preis von einem Euro an die Stadt, sodass sie insgesamt 65 601 Euro bezahlt – zuzüglich Kaufnebenkosten. Das Außengelände, das die Stadt mit der Halle erwirbt, soll für Stellplätze und sonstige Außenanlagen für das neue Zentrum genutzt werden.

Die Sanierung der Furnierhalle zum Zentrum für Jugend- und Soziokultur hat bereits im April begonnen. „Um Fördermittel in Anspruch nehmen zu können, müssen wir im Besitz der Grundstücke sein“, sagte OB Siegfried Deinege im Ausschuss. Das Geld für den Kauf sei im Haushalt eingeplant. Warum die Stadt die Fläche nicht schon vor Baubeginn gekauft hat, erläuterte er nicht. Bereits am 25. Juni 2015 (!) hatte der Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen, „eine Fläche von etwa 3 000 Quadratmetern“ von Kommwohnen zu kaufen.

Der Beschluss vom Mittwoch enthält noch einen zweiten Teil. Darin erklärt sich die Stadt Görlitz bereit, im Jahr 2021 einen anderen Teil des Parkplatzes auf dem Werk-I-Gelände an Kommwohnen zu verkaufen. Diese Fläche war mit Fördermitteln von der Industriebrache zum Parkplatz umgebaut worden. Hier gilt eine zehnjährige Zweckbindung, die am 30.  September 2021 endet. Vorher ist also ein Verkauf nicht möglich. Kommwohnen möchte die Fläche nach Aussage von Geschäftsführer Arne Myckert ebenfalls für Stellplätze nutzen – und zwar für zukünftige Vorhaben im Werk I, etwa im Gebäude der sogenannten Basilika, das Kommwohnen gehört. „Es gibt noch keine konkrete Nutzung, nur unseren Wunsch, das Gebäude zu entwickeln“, sagt Myckert.

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