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Donnerstag, 11.10.2018

Stadt arbeitet an Doppelhaushalt

Gröditz will seine Finanzplanung für zwei Jahre festzurren. Wichtige Investitionen für den Zeitraum stehen schon fest.

Symbolbild: Der Gröditzer Stadtrat soll sich noch im Oktober erstmals mit dem Haushaltsentwurf für 2019/20 befassen.
Symbolbild: Der Gröditzer Stadtrat soll sich noch im Oktober erstmals mit dem Haushaltsentwurf für 2019/20 befassen.

© Ralf Hirschberger / dpa

Gröditz. Es soll ein großer Wurf werden: Noch in diesem Jahr will Gröditz einen Haushalt für die Jahre 2019 und 2020 verabschieden. Das hat Bürgermeister Jochen Reinicke (parteilos) unlängst angekündigt. Eckpunkte des Papiers zeichnen sich bereits vor den Haushaltsberatungen des Stadtrates ab, insbesondere im Bereich Investitionen. Die vielleicht größte davon: Das Sportgelände am Eichenhain inklusive der neuen Mehrzweck-Sporthalle. Zudem soll in Nauwalde ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen. Kostenmäßig wird das Projekt auf grob eine Million Euro geschätzt.

Beschluss noch vor Jahresende

Vorteile vom Doppeletat verspricht sich Stadtchef Reinicke vor allem dadurch, dass durch die längerfristige Planung eine Haushaltsdebatte wegfalle und damit „nach hinten hinaus“ mehr Zeit für andere Dinge bleibe. Außerdem befinde man sich „im Takt“ mit der Landesregierung, die ebenfalls einen Doppelhaushalt plant, so Reinicke. Kritiker merken an, dass die längerfristige Planung die Stadt weniger flexibel mache. Zudem könnten Nachtragshaushalte nötig werden, wenn sich die Finanzlage kurzfristig ändern sollte, was den Zeitgewinn hinfällig mache. – Der Stadtrat soll sich noch im Oktober erstmals mit dem Haushaltsentwurf für 2019/20 befassen. Beschlossen werden soll der neue Haushalt noch vor dem Jahreswechsel. (SZ/ewe)

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