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Freitag, 12.10.2018

Spreetal will neue Feuerwache bauen

Aufgegeben werden sollen dafür die derzeit zwei Depots in Burghammer und Burgneudorf.

Von Mirko Kolodziej

Das Gerätehaus in Burgneudorf sieht ganz schick aus, die örtliche Wehr hat aber Platzprobleme.
Das Gerätehaus in Burgneudorf sieht ganz schick aus, die örtliche Wehr hat aber Platzprobleme.

© Mirko Kolodziej

Spreetal. Ein neues, gemeinsames Gerätehaus für die Ortsfeuerwehren Burgneudorf und Burghammer zu bauen, das zugleich als Hauptfeuerwache für die Wehren der Gemeinde Spreetal fungiert, ist eine Empfehlung in der Aktualisierung des Spreetaler Brandschutzbedarfsplans. Der Gemeinderat hat ihn jüngst einstimmig beschlossen. Brandschutzbedarfspläne sind die Basis für die Entwicklung von Feuerwehren bezüglich Ausrüstung und Personal. Sie werden regelmäßig aktualisiert.

Das neue Gerätehaus soll den nunmehrigen Empfehlungen zufolge auf dem Bauhofgrundstück in Burghammer errichtet werden: „Somit könnten personelle Defizite in den Feuerwehren ausgeglichen werden. Ein effektiver Einsatz von Ressourcen (Fahrzeugen) wäre möglich. Bei der Ersatzbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen müsste nicht auf teure Sonderbauten zurückgegriffen werden, da die neuen Einsatzfahrzeuge baulich größer geworden sind und nicht mehr in die vorhandenen Gerätehäuser passen. Betriebskosten würden durch die Zusammenlegung der Standorte reduziert“, heißt es im Plan.

In den aktuell genutzten Feuerwachen in Burghammer und in Burgneudorf gebe es erhebliche Mängel bei der Einhaltung der Arbeitsstättenverordnung sowie in Sachen Unfallverhütung. Unter anderem fehlen in Burghammer Duschen und der Sanitärbereich sei nicht nach Geschlechtern getrennt. Zudem müssten die Feuerwehrleute nach einem Einsatz mit ihrer verschmutzten Einsatzkleidung durch die Teeküche. In Burgneudorf gebe es ebenfalls Schwierigkeiten, vor allem wegen des nicht ausreichenden Platzes. Die Unfallkasse habe schon Änderungen angemahnt.

Ins Auge gefasst ist der Neubau eines Depots in Burghammer für 2021. Es werden Baukosten in Höhe von rund drei Millionen Euro prognostiziert. Nach Fertigstellung würde die Ortswehr von Burghammer aus dem jetzigen Löschgruppenbereich Süd mit Burg in den Löschgruppenbereich Mitte mit Burgneudorf wechseln. An den Bereichen Nord mit Zerre und Spreewitz sowie Ost mit Neustadt/Spree würde sich dagegen nichts ändern.

Die Spreetaler Feuerwehren sind im vorigen Jahr insgesamt hundert Mal zu Einsätzen ausgerückt, gut dreimal so oft wie im Schnitt der drei Jahre zuvor.