• Einstellungen
Freitag, 14.09.2018

Sporthaus bekommt ein neues Gesicht

In den nächsten zwei Wochen haben die Handwerker an der Goschwitzstraße 2 in Bautzen das Sagen. Doch auch die Mitarbeiter packen mit an.

Von Carmen Schumann

Andreas Scholze von der Firma Kriewitz aus Neschwitz verschließt die letzten Fugen am Fußboden in der ersten Etage des Sporthauses Timm.
Andreas Scholze von der Firma Kriewitz aus Neschwitz verschließt die letzten Fugen am Fußboden in der ersten Etage des Sporthauses Timm.

© Carmen Schumann

Bautzen. Das erste Obergeschoss des Sporthauses Timm ist bis auf ein paar Wandregale leer. In den vergangenen Tagen haben hier Mitarbeiter der Neschwitzer Maler- und Fußbodenlegerfirma Kriewitz das Sagen gehabt. Da der alte Fußbodenbelag nicht optimal verlegt war, musste hier etwas Neues her. Der jetzt verlegte Belag ist aus PVC und sehr trittsicher und sollte einige Jahre halten. „Der gleiche Belag wurde schon vor fünf Jahren im Erdgeschoss verlegt“, sagt Jerzy Timm, der gemeinsam mit seiner Frau Margitta das Sporthaus an der Goschwitzstraße 2 betreibt. Damals war das Geschäft um eine Etage erweitert und in dem Zuge gleich der neue Fußboden auch im Erdgeschoss verlegt worden.

Die gesamte Ware, die sich im ersten Obergeschoss befand, wurde während der Handwerkerarbeiten ins Erdgeschoss gebracht. Damit es immer weniger Ware zu bewegen gab, entschlossen sich die Sporthaus-Betreiber zu einem großen Ausverkauf. Nachdem es in den ersten Tagen wegen der großen Hitze ziemlich schleppend angelaufen war, sind Jerzy und Margitta Timm nun recht zufrieden mit dem Abverkauf. Wer jetzt noch ein Schnäppchen machen will, sollte sich aber beeilen, sagt Jerzy Timm. Denn der Ausverkauf läuft nur noch bis zum Sonnabend.

Kundenströme sollen neue gelenkt werden

Dann wird das Sporthaus Timm bis zum 25. September geschlossen. In dieser Zeit erhalten alle drei Etagen ein neues „Gesicht“. „Wir übernehmen die gemeinsame Corporate Identity von Intersport“, sagt Jerzy Timm. Intersport ist die größte mittelständische Verbundgruppe im weltweiten Sportfachhandel. In der Einkaufs- und Management-Gesellschaft haben sich 5 800 Standorte in 65 Ländern zusammengeschlossen. Entsprechend den Vorgaben wird ein behutsames Facelifting vorgenommen. So werden beispielsweise die Großfotos ausgetauscht, die auf das jeweilige Sortiment hinwiesen.

Außerdem sollen die Kundenströme neu gelenkt werden. Die Großgeräte wie beispielsweise Hometrainer, die bislang im Bereich der Treppe standen, werden näher an die Fenster herangerückt werden, sodass man schon von außen einen Einblick ins Sortiment bekommt.

Und letztlich wird ein neues Farbkonzept umgesetzt. „Die Kunden dürfen auf die Wiedereröffnung am 25. September gespannt sein“, sagt Jerzy Timm. In den acht Werktagen, an denen das Geschäft wegen des Umbaus geschlossen bleiben muss, sind die Mitarbeiter nicht untätig. Sie sorgen dafür, dass die Waren weg- und später wieder neu eingeräumt werden. Insgesamt sind im Sporthaus Timm 24 Mitarbeiter beschäftigt, davon einige Aushilfskräfte und zwei Lehrlinge.

Leider, so Jerzy Timm, habe man für das laufende Ausbildungsjahr keine neuen passenden Azubis gefunden. Viele der heutigen Mitarbeiter habe man selbst ausgebildet . „Da weiß man, was man hat“, sagt Jerzy Timm. Einige der Lehrlinge hätten auch erfolgreich an Berufswettbewerben teilgenommen. So zum Beispiel Björn Lambrecht. Der hatte 2014 den Titel „Deutschlands bester Sportartikelverkäufer“ geholt. Und auch dieses Jahr sollen wieder Lehrlinge aus dem Sporthaus Timm ins Rennen geschickt werden.

Desktopversion des Artikels