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Donnerstag, 28.06.2018 Nachwuchsfußball

Spielgemeinschaft feiert Double

Die B-Junioren aus Zschaitz, Roßwein und Hochweitzschen haben sich im Waldstadion den Kreispokal geholt.

Von Dirk Westphal

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Die B-Junioren der SG Zschaitz/Roßwein/Hochweitzschen hatten innerhalb einer Woche gleich zweimal Grund zum Jubeln. Erst holten sie die Meisterschaft in der Kreisliga A und dann auch noch den Kreispokal.
Die B-Junioren der SG Zschaitz/Roßwein/Hochweitzschen hatten innerhalb einer Woche gleich zweimal Grund zum Jubeln. Erst holten sie die Meisterschaft in der Kreisliga A und dann auch noch den Kreispokal.

© jörg Schreiber

SG-Kapitän Eddy Hortenbach nahm aus den Händen von Mike Kohllöffel, 2. Vizepräsident des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land, den Pott entgegen.
SG-Kapitän Eddy Hortenbach nahm aus den Händen von Mike Kohllöffel, 2. Vizepräsident des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land, den Pott entgegen.

© Jörg Schreiber

Groß war der Jubel am Sonnabend im Zschaitzer Waldstadion. Mit der Spielgemeinschaft Zschaitz/Roßwein/Hochweitzschen krönte praktisch ein Team mit einheimischer Beteiligung das Großfeldpokalwochenende des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land, das über drei Tage im Jahnatal durchgeführt wurde. „Uns hat es besonders gefreut, dass wenigstens eine Mannschaft den Pokaleinzug geschafft hatte. Und dass am Ende der Pokal heraussprang, ist für uns schon eine tolle Sache“, freute sich der 1. Stellvertretende Vorstandschef des SV 52 Zschaitz, Mario Oehmichen.

Grund zur Freude hatten die aus drei Vereinen stammenden Nachwuchstalente allerdings nicht nur im Kampf um den begehrten „Pott“.

Bereits im Meisterschaftskampf waren die Schützlinge von Trainer Remo Eichler eine Woche zuvor erfolgreich und holten somit das Double. „Bis zum letzten Spieltag stand der Titel noch nicht fest, da ging es mehr als spannend zu. Doch zum Saisonende haben wir den Zweitplatzierten, die SpG Bad Lausick/Geithain, mit 3:1 geschlagen und den Titel geholt“, sagte der Coach und fügte an: „Das war ein absolutes Highlight und für uns seit langem wieder einmal ein schöner Erfolg.“ Neben Eichler haben Uwe Hortenbach aus Roßwein und die Mannschaftsleiter Mannschaftsleiter Silvio Cuppi und René Hannß, natürlich neben der Mannschaft, riesigen Anteil am Erfolg. Die seien unbedingt wichtig und würden alles klären, was an organisatorischen Dingen ansteht. „Es ist immer gut, wenn man sich auf solche Leute verlassen kann“, so Eichler.

Das i-Tüpfelchen auf die Saison wäre dann allerdings doch der Pokalsieg gewesen. In einem zunächst spannenden Endspiel war der Meister bereits mit 2:0 in Führung gegangen, doch kam der Lokalrivale aus Ostrau und Mügeln-Ablaß noch einmal zurück und glich zur Pause zum 2:2 aus. Im zweiten Abschnitt ließen die Gastgeber dann allerdings nicht mehr anbrennen, legten drei Treffer nach und feierten im Anschluss ausgelassen den Pokalsieg.

Die Grundlage dafür hatten sie bereits in der ersten Runde gelegt, in der mit der SpG Bad Lausick/Geithain der spätere Vizemeister im Elfmeterschießen ausgeschaltet wurde. „Wir sind eigentlich wie immer aufgelaufen, haben frei von nervlichem Druck gespielt und das hat funktioniert“, resümierte Eichler das Finale, der seiner Mannschaft, auch wenn Justin Stephan drei Tore erzielt hätte, eine geschlossene Mannschaftsleistung attestierte.

„Die hat auch den Unterschied gemacht gegen Ostrau“, sagte er und erklärt, dass die Mannschaft, auch wenn diese bis auf vier Spieler, die zu den A-Junioren wechseln, zusammenbleibt, das Aufstiegsrecht nicht wahrnimmt. „Wir haben lange diskutiert, waren uns dann aber einig, dass es besser ist, in der Kreisliga A zu bleiben“, erklärte Remo Eichler und fügte an: „Es sind ja praktisch zwei Klassen Unterschied und das Risiko, dass die Truppe auseinanderbricht, wenn ein paar Spiele deutlich verloren gehen, ist einfach zu groß.“ Allerdings sei es in der kommenden Saison auch nicht das Ziel, die Erfolge zwingend zu wiederholen. Vielmehr soll die Spielgemeinschaft, die weiter bestehen bleibt, weiter ordentlichen Fußball spielen. „Und wenn noch der Erfolg hinzukommt, ist es eine schöne Sache. Aber der hat nicht die oberste Priorität“, so Remo Eichler.

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