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Samstag, 21.07.2018

Sorgen um Hartmann

Dynamos Kapitän muss das Trainingslager abbrechen. Sein Knie wird in Dresden untersucht.

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Marco Hartmann, 30, bleibt Dynamos Pechvogel. Der Kapitän bricht das Trainingslager wegen Kniebeschwerden ab.
Marco Hartmann, 30, bleibt Dynamos Pechvogel. Der Kapitän bricht das Trainingslager wegen Kniebeschwerden ab.

© Robert Michael

Erst Florian Ballas, nun Marco Hartmann – in der Trainingslagerwoche schlägt das Verletzungspech bei Dynamo zu. Dabei war der Kapitän nach dem Testspiel gegen Huddersfield Town am Mittwoch optimistisch. „Es war nur ein Schlag aufs Knie, deswegen sollte das Innenband eigentlich nichts abbekommen haben“, hatte er nach dem 0:0 in Rüsselsheim gesagt. Allerdings trug der 30-Jährige dabei schon einen dicken Kühlverband um das rechte Knie.

Nachdem die erhoffte Besserung auch zwei Tage danach nicht eintrat, musste Hartmann das Dynamo-Trainingslager in Herxheim am Freitag vorzeitig verlassen. Am Samstag soll bei einer MRT-Untersuchung in Dresden die Ursache der Beschwerden gefunden werden.

Hartmanns Krankenakte ist ein Kapitel für sich, und zum Trainingsstart hatte er noch geflachst: „Der erste Teil ist gut überstanden: In der Vorbereitung auf die Vorbereitung konnte ich alle Läufe machen“, meinte er – und hinzugefügt: „Für mich ist täglich ein fester Termin für die Massage geblockt.“ Seit er 2013 zu Dynamo kam, blieb der defensive Mittelfeldspieler nur in einer Saison nahezu verletzungsfrei: im Aufstiegsjahr 2015/16. In der ersten Spielzeit in Liga zwei fiel er ausgerechnet in der Phase wegen einer Bauchmuskelzerrung aus, in der die Schwarz-Gelben eine Chance auf den Durchmarsch hatten. In den fünf Spielen ohne ihn holten sie jedoch nur einen Sieg. Und auch in der vorigen Saison verpasste der gebürtige Thüringer aufgrund zweier Muskelfaserrisse und einer Innenbanddehnung insgesamt 16 Partien – ein Grund für die schwankenden Leistungen der Mannschaft.

Denn Hartmann fehlte als Führungspersönlichkeit, als das „Mentalitätsmonster“ auf dem Platz, wie ihn ein gegnerischer Trainer mal bezeichnet hatte. Damit sich das nicht wiederholt, hat Dynamo vorgesorgt und mit Patrick Ebert, Brian Hamalainen und Dario Dumic international erfahrene Profis verpflichtet. Sie sollen nicht nur der Defensive Stabilität verleihen, sondern auch ihre mentale Stärke ins junge Team einbringen.

Zudem droht mit Ballas, bei dem eine alte Schulterverletzung wieder aufgebrochen ist, ein weiterer Ausfall. Er war zwar mit nach Herxheim gefahren, konnte aber nicht wie gehofft ins Training einsteigen. Nach der Untersuchung bei einem Heidelberger Spezialisten ist noch offen, ob der 25-Jährige operiert werden muss. (SZ/cdh)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. glüwi

    Wie von mir vorausgesagt, der Oberlehrer ist wieder im Dienst. Im Vorfeld die große Klappe und bei der ersten Grätsche gegen Huddersfield an der Seitenlinie das AUA. Warum merkt UN das nicht. Harti nimm Aosman und gehe wieder zum HFC.

  2. TomJoad

    Respekt, Anstand ... geht heute vielen ab. Leider. Meist sehr, sehr leise auf persönlicher Ebene. Verpuffen lassen ...

  3. korrekturfluid

    @1 Zu viel Glühwein im Sommer? Sowohl Harti als auch Aias werden diese Saison noch ihre Einsätze machen und ihren Teil zu einer erfolgreichen Saison beitragen. Vor Saisonbeginn so etwas von sich zu geben zeigt mal wieder die Empathielosigkeit einiger Forumsteilnehmer. Pfui. Dynamofan sollten sie sich nicht nennen. Ich wünsche Harti alles Gute und hoffe für Dynamo, dass es nichts ernsteres ist. Ansonsten kann ich den Saisonauftakt schon kaum erwarten und freue mich auf den 6.8. Wenns nach mir geht gerne mit Aias in der Startelf.

  4. Steve

    Vielleicht etwas polemisch, aber recht hat "glüwi". Hartmann ist sehr verletzungsanfällig, seit Jahren. Und es wird mit zunehmenden Alter natürlich nicht besser. Längerfristig planen kann ein Trainer mit ihm kaum. Irgendwann reicht dann auch das Wort Pechvogel nicht mehr.

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