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Mittwoch, 13.06.2018

Sonderschicht an der Albertbrücke

An den Brüstungen der Brücke brüsten sich Sprayer mit ihren Grafitti – aber nicht mehr lange.

Von Klemens Deider

Wieder schön sauber: Die Brüstung an der Albertbrücke.
Wieder schön sauber: Die Brüstung an der Albertbrücke.

© Sven Ellger

Die Eröffnung der sanierten Albertbrücke ist noch keine zwei Jahre her, da müssen Handwerker die markanten Sandsteine erneut bearbeiten – wenn auch nur in Millimeterbruchteil Tiefe. Derzeit beseitigen Mitarbeiter der Firma PSS Interservice aus Berlin die Graffiti. Auf den Brüstungen und Sichtflächen haben sich bereits im vergangenen Jahr viele Sprayer verewigt.

In dieser Woche finden deshalb seit Montag und bis Freitag andauernd Reinigungsarbeiten statt, wie Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, mitteilte. Dabei komme es teilweise zu Einschränkungen der Fahrbahn sowie der Geh- und Radwege. Die Graffiti-Entferner arbeiten in einer Wanderbaustelle, die sich dort befindet, wo sie gerade die Schmierereien entfernen. Dabei wird die jeweilige Fahrbahn auf einer Länge von etwa 20 Metern gesperrt. Die Reinigung koste die Stadt etwa 6 000 Euro, teilte Reinhard Koettnitz mit.

Es ist das erste Mal seit der Sanierung, dass Graffiti an der Brücke beseitigt werden. Damals wurde ein Anti-Graffiti-System auf die Sandsteine aufgebracht. Das erleichtert die sandsteinschonende Entfernung der Farbe. Ob die Stadt sich das Geld dafür je zurückholen kann, ist ungewiss. Ihr liegen keine Angaben über mögliche Täter vor. Jährlich entstehen der Stadt durch illegale Graffiti Schäden in Höhe von 50 000 bis 60 000 Euro. Für die schnelle Beseitigung fehle meist das Geld. Die Stadt prüft derzeit, ob im kommenden Doppelhaushalt ein eigener Posten für die Graffiti-Beseitigung eingestellt werden kann.

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