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Freitag, 11.05.2018

Solarthermie macht oft Probleme

Über 1 800 Besitzer von Solarwärmeanlagen haben schon Rat bei den Verbraucherzentralen gesucht, weil die Geräte nicht optimal arbeiten.

Dabei stelle sich heraus, dass das Potenzial der Technik oft unnötig vertan wird. Besonders auffällig ist, dass die Effizienz bei über 65 Prozent der thermischen Solaranlagen gar nicht überprüft werden kann, da kein Wärmemengenzähler eingebaut wurde. „Der Einbau dieses Zählers sollte Pflicht für eine öffentliche Förderung der Anlagen werden“, sagt Marlies Hopf von der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Sonst können Besitzer die Effizienz ihrer Anlage nicht prüfen.“

Die Untersuchungen zeigen, dass es bei der knappen Hälfte der Anlagen Probleme oder Reparaturen gab. Sieben Prozent der überprüften Anlagen funktionieren überhaupt nicht. Für 58 Prozent liegen keine Dokumentationsunterlagen vor, wodurch die Optimierung selbst für Fachleute schwierig wird. Fast zwei Drittel der Besitzer haben keinen Wartungsvertrag, was dazu beiträgt, dass Störungen oder Totalausfälle lange unbemerkt bleiben. Zudem genügt die Mehrzahl der Anlagen nicht den gesetzlichen Anforderungen an die Dämmung von Leitungen und Armaturen.

„Wir raten den Besitzern dringend, ihre Solaranlage zu optimieren und das Zusammenspiel mit der Heizung überprüfen zu lassen“, sagt Hopf. Die Verbraucherzentralen bieten für 40 Euro eine anbieterunabhängige, individuelle Beratung an.

(dpa)

Infos gibt es kostenfrei unter 0800–809 802 400 oder www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

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