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Freitag, 01.06.2018

Sohland feiert

Zum 25-jährigen Bestehen der Sporthalle steigen spannende Spiele. Und für die „Mutter der Halle“ gibt’s eine Medaille.

Von Eberhard Neumann

Ursula Ehrentraut hat bei der 25-Jahr-Feier in der Sohlander Sporthalle Oberland für ihre Verdienste die Ehrenmedaille des Kreissportbundes Bautzen erhalten.
Ursula Ehrentraut hat bei der 25-Jahr-Feier in der Sohlander Sporthalle Oberland für ihre Verdienste die Ehrenmedaille des Kreissportbundes Bautzen erhalten.

© PR/Lutz Steglich

Handball. Lange hatten die Sohlander Handballer um den Hauptorganisator Klaus Böhme darauf hingearbeitet, ihre erste richtige Spielstätte zu würdigen. Immerhin steht die Oberland-Sporthalle nun bereits 25 Jahre und hat schon vieles erlebt. Besonders waren dabei immer auch emotionale und freudige Ereignisse. Eine ganze Generation hat dabei ihre Spuren hinterlassen. So sollte es auch diesmal sein. Das Jubiläum ging immerhin über drei Tage und war ein voller Erfolg. Bereits am Donnerstag trafen sich mehr als 100 Kinder und Jugendliche, um die Bedingungen für das Sportabzeichen zu erfüllen. Die Begeisterung deutete schon darauf hin, dass die an den Folgetagen noch zu steigern ist.

Hartmann ersetzt Kindermann

So stand der Freitagabend ganz im Zeichen des Frauenhandballs. Dazu hatte sich der HV Schwarz-Weiß Sohland – das Team wurde 2017/18 Siebenter in der Ostsachsenliga– den höherklassigen VfB 1999 Bischofswerda eingeladen. Einziger Wermutstropfen war, dass der bisherige VfB-Trainer André Kindermann nicht mit seinem Team an seine früheren Wurzeln im Oberland zurückkehren konnte, da er kürzlich durch den mit dem Radeberger SV aus der Mitteldeutschen Oberliga abgestiegenen Sebastian Hartmann abgelöst wurde.

Das Spiel selbst und das Ergebnis standen dann auch ganz im Zeichen der Schiebockerinnen, die den munter, aber nicht so erfolgreich mitspielenden Gastgeberinnen beim 20:37 (12:22) keine Chance ließen. Beste Werferin der Gäste war mit Annegret Lugenheim, die sechs Treffer erzielte, auch eine ehemalige Sohlanderin. Corina Riediger und Saskia Schreiber waren auf Gastgeberseite die Erfolgreichsten.

Und die Ehemaligen standen dann auch am Sonnabend weiter im Mittelpunkt. Immerhin waren erstmals seit 1994 mit 42 früheren Spielern und Spielerinnen ältere Generationen der Vereinseinladung gefolgt. Sie schwelgten in Erinnerungen und ließen Anekdoten aus der Zeit zwischen 1950 und 1990 wach werden.

Ein weiterer Höhepunkt war am Sonnabend das Männerspiel einer Spielgemeinschafts-Auswahl Cunewalde/Sohland (erste bis dritte Mannschaft) gegen den Oberligisten Pirna/Heidenau. In einem flotten Spiel ließen die Gäste vieles zu, was auch die Sohlander Anhänger begeisterte und manches oho und aha auslöste. Zwar gewann Pirna standesgemäß mit 36:21 (19:10), präsentierte sich aber nicht dominant.

Auch hier war mit Robert Ultsch ein in der Region bekannter und beliebter Akteur angereist, der aber wegen Verletzung nicht selbst eingreifen konnte. Beste Werfer waren auf Gästeseite Krystoph Kusal mit sieben und bei Cunewalde/Sohland Kevin Mühlan und Tom-Julian Mende mit je vier Toren. Als Sohlander war Stefan Eisert dreifach erfolgreich.

Dass aber nicht alles nur um die Spiele ging, unterstrich Organisationschef Klaus Böhme: „Der Wettergott hat stets super mitgespielt. So konnten wir viele Hundert Gäste auf dem Vorplatz und in der Halle begrüßen. Die Versorgung klappte hervorragend und lag in den Händen von Monika Huschenbeth und ihrem Team. Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Andreas Liebscher mit Vorbereitung, Ideen und Leitung des Kinderfestes, mit einem tollen Parcours und Überraschungen.“

Insgesamt wirkten mehr als 35 Vereinsmitglieder an allen Tagen sowie viele Eltern der Jüngsten besonders beim Kinderfest mit. „Ein ganz besonderes Erlebnis für die Fünf- bis Neunjährigen dürfte das Einlaufen mit den Großen gewesen sein“, merkte Böhme an.

Zusammengefasst waren demnach das Rahmenprogramm und die Besucherresonanz mustergültig. So reihte sich auch die Ehrung von Sponsoren mit der Ehrenplakette des Kreissportbundes Bautzen (KSB) würdig ein. Zu nennen sind hier das Opel-Autohaus Hohlfeld, die Lehmann und Richter GmbH, die Feinbäckerei Burkhardt und die Oppacher Mineralquellen.

Ehrentraut sorgt für die Sporthalle

Besonders emotional war die Vergabe der KSB-Ehrenmedaille an die langjährige „Mutter der Halle“ Ursula Ehrentraut. Ohne sie wäre die Halle nach 25 Jahren kaum so ein Schmuckstück geblieben. Damit wurde der Bogen zum Jubiläum schön gezogen. Freitag wurde dann ab 20.30 Uhr im Festzelt nach dem Fassanstich bei einer Midnight-Disco noch ordentlich gefeiert. Auch am Sonnabend spielte der DJ noch auf. Und eine Besonderheit ließ zusätzlich aufhorchen. Alle Einnahmen aus dem Kuchenbasar, der Spendenbox – ein Ersatz für den Eintritt – und der Tombola in Höhe von 284 Euro gehen an den Verein Sonnenstrahl Dresden. Das ist ein Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche.