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Freitag, 03.11.2017

Servicepauschale ist unrechtmäßig

Bausparkassen dürfen Entgelte nicht automatisch aufschlagen. Die Verbraucherzentralen helfen Betroffenen – auch rückwirkend.

Wer ein zusätzliches Entgelt erhebt, muss dies mit seinen Kunden explizit vereinbaren und dafür auch eine konkrete Gegenleistung anbieten. Da die Bausparkasse Mainz bei ihren Bauspardarlehen ein Serviceentgelt pauschal erhoben hat, hat die Verbraucherzentrale Brandenburg sie abgemahnt. Die Bausparkasse hat sich daraufhin verpflichtet, ihren Kunden eine Wahlmöglichkeit zu geben. Altkunden können zu Unrecht gezahlte Serviceentgelte nun zurückfordern. Dafür stellen die Verbraucherzentralen einen Musterbrief bereit.

„Laut Gesetz müssen Unternehmer und Verbraucher seit dem 13. Juni 2014 Entgelte vereinbaren, die über den Darlehenszins hinausgehen“, sagt Erk Schaarschmidt, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Da die Bausparkasse Mainz ein Serviceentgelt in Höhe von einem Prozent der Darlehenssumme automatisch berechnet hat, haben wir sie erfolgreich abgemahnt.“ Der betroffene Brandenburger Darlehensnehmer kann fast 1 500 Euro zurückfordern. Auch andere Betroffene können dies tun. Die Verjährungsfrist beträgt in der Regel drei Jahre, frühestens ab Auszahlung des Darlehens. (SZ/cof)

Servicetelefon der Verbraucherzentrale Sachsen 0341/696 29 29, Musterbrief online unter
www.verbraucherzentrale-sachsen/musterbriefe

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