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Mittwoch, 14.03.2018

Seeligstädter Kutschen für die Störtebeker-Festspiele

Mit seinem Kutschenhandel ist Uwe Fauck europaweit im Geschäft. Neben Privatleuten sind Freiluftbühnen gute Kunden.

Uwe Fauck gründete im Jahr 2004 in Seeligstadt den Kutschenhandel Sachsen. Ende März lädt er wieder zum traditionellen Kutschenfest ein. Dann zeigt er mehr als 100 Fahrzeuge.
Uwe Fauck gründete im Jahr 2004 in Seeligstadt den Kutschenhandel Sachsen. Ende März lädt er wieder zum traditionellen Kutschenfest ein. Dann zeigt er mehr als 100 Fahrzeuge.

© Archivfoto: Steffen Unger

Seeligstadt. Die Störtebeker-Festspiele in Ralswiek auf Rügen sind Kult. Dass dort Sänger und Entertainer Wolfgang „Lippi“ Lippert seit Jahren den Minnesänger gibt, wissen viele. Dass die Kutschen auf der Naturbühne am Bodden seit über zehn Jahren aus Seeligstadt kommen, ist dagegen weitgehend unbekannt. Uwe Fauck, Inhaber des 2004 gegründeten Kutschenhandels Sachsen, konstruiert die Fahrzeuge nach historischem Vorbild. Doch der Seeligstädter arbeitet nicht nur für das Ensemble auf der Ostseeinsel, sondern zum Beispiel auch für die Landesbühnen Sachsen. Die greifen bei Inszenierungen auf der Felsenbühne Rathen ebenfalls gern auf die Leistungen des Seeligstädter Unternehmens zurück.

Im Aufwind

Deutschlandweit ist der Kutschenhandel im Aufwind. Die Branche meldet jährliche Umsatzsteigerungen von fünf bis zehn Prozent. Auch Uwe Fauck ist mit der Entwicklung seines Geschäftes „sehr zufrieden“. Das Gros seiner Kunden ist in Deutschland zu Hause. Exportiert werden die Kutschen aber auch nach Österreich, in die Schweiz und nach Italien. Vor allem übers Internet werden Freunde des Kutschen- und Fahrsports aufmerksam, sagt der Seeligstädter. Manch einer kauft spontan ab Hof. Andere lassen sich ihre Kutsche wunschgerecht anfertigen. Gebaut werden die Fahrzeuge von einem Kooperationspartner. Hydraulik und Elektrik werden im eigenen Haus entwickelt.

Zum Seeligstädter Kutschenfest am 24. und 25. März haben Besucher die Möglichkeit, über 100 Fahrzeuge zu besichtigen – sowohl Neu- und Gebrauchtwagen als auch historische Modelle. Interessant ist die Entwicklung der Verkehrswelt von vergangenen Jahrhunderten bis zum Fahrsport in der heutigen Zeit, wo der Pferdewagen größtenteils nur noch von Freizeitfahrern, für den Turniersport oder im Tourismus Verwendung findet. Besucher des Vierseithofes der Familie Fauck können am Festwochenende ein kleines Museum mit historischen Kutschwagen besichtigen. Dort sind auch landwirtschaftliche Arbeitsgeräte zu sehen, die früher von Pferden gezogen wurden.

Bierkutsche angekündigt

Für alle Kinder gibt es auch in diesem Jahr die Möglichkeit, sich bei Schnitzarbeiten in der Museumsscheune unter Anleitung von Martin Fauck und Andre Hauswald zu beweisen. Die Kleinen können anschließend ihr selbst gestaltetes Werk kostenfrei mit nach Hause nehmen, sagt Uwe Fauck. Bei gutem Wetter ist für Sonntagnachmittag die Einfahrt eines Pferdegespanns der Firma Tina Trepte aus Wachau geplant, welche sämtliche Veranstaltungen, Events und Fahrten für die Radeberger Exportbier-Brauerei absichert. Für den Gaumen bieten die Veranstalter Rustikales an, wie frische Bauernknacker, Bockwurst oder Leckeres aus der Gulaschkanone. Zum Nachmittag gibt es hausgebackenen Kuchen. Gerald Knobloch vom „Weingut Jung & Knobloch“ stellt Weine aus Rheinhessen vor, welche die Besucher verkosten und kaufen können.

Das Kutschenfest, ausgerichtet von der Familie Fauck, ist seit Jahren eine Tradition in Seeligstadt – und das Frühjahrshighlight im Großharthauer Ortsteil. Unterstützt wird es von Nachbarn und Vereinen. „Für die Hilfe schon jetzt ein großes Dankeschön“, sagt Uwe Fauck. Das Fest beginnt an beiden Tagen jeweils um 10 Uhr in Seeligstadt, Am Mühlgraben 10.(SZ)

www.kutschenhandel-sachsen.de