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Montag, 03.09.2018

Sebnitz und Pirna marschieren vornweg

Von Jens Jahn

Der Sebnitzer Stephan Schöne (mit Ball) feierte mit dem BSV einen 2:0-Sieg gegen die Landesklasse-Reserve des SV Wesenitztal. Foto: Dirk Zschiedrich
Der Sebnitzer Stephan Schöne (mit Ball) feierte mit dem BSV einen 2:0-Sieg gegen die Landesklasse-Reserve des SV Wesenitztal. Foto: Dirk Zschiedrich

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Während der BSV Sebnitz und der 1. FC Pirna am 2. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga an ihren Erfolg vom Saisonauftakt nahtlos anknüpfen konnten, wurde das Tableau auf den weiteren Plätzen kräftig durcheinandergewirbelt. Gorknitz kassierte nach dem 5:2-Sieg in Neustadt ausgerechnet im Derby vor 170 (!) Zuschauern eine 2:6-Pleite gegen Chemie Dohna. Und Neustadt wiederum revidierte sich mit einem 5:2 in Wurgwitz. Den Höhepunkt freilich setzte die SG Schönfeld mit einem 9:1 über den SV Pesterwitz.

Tabellenführer 1. FC Pirna kam bei Blau-Gelb Stolpen zu einem 2:1-Sieg. Nick Siegemund und Daniel Eichstädt stellten bereits nach einer halben Stunde die Weichen auf Sieg. Den Anschlusstreffer für die Burgstädter markierte Robin Grisard in der 66. Minute. Der 20-Jährige war im Sommer vom Westlausitzer Kreisligisten Fortschritt Großharthau nach Stolpen gewechselt.

Für den BSV Sebnitz war die Partie gegen den Aufsteiger SV Wesenitztal II die erwartet schwere Aufgabe. Der Ex-Langburkersdorfer Eric Feyer sowie Sven Torlee trafen zum 2:0-Sieg. „Unsere Zielstellung war es auch, hinten die Null zu halten. Das ist uns bestens gelungen. Die Wesenitztaler Landesklasse-Reserve stand sehr kompakt in der Defensive. Wir haben viele kurze und lange Bälle in den Strafraum gebracht und mit Geduld uns auch belohnt“, sagte der Sebnitzer Spielertrainer Sebastian Rummler. Der 31-Jährige war am Ende froh, dass beide Treffer bereits in der ersten Halbzeit fielen: „Man weiß nie, wie so ein Spiel ausgehen kann, wenn man ewig anrennt und nicht trifft. Das schafft man nicht über 90 Minuten. Insofern war ich sehr glücklich, dass wir mit einer 2:0-Führung in die Kabine gegangen sind.“

Ein Duell mit ungewöhnlichem Spielverlauf und jeder Menge Ecken und Kanten bekamen die Zuschauer auf der Gorknitzer Alm präsentiert. Nach sechs Minuten lag der Gastgeber durch Viton Memetaj und Christian Lehnert in Front. Doch beim Gegner Chemie Dohna hatte der mittlerweile 38 Jahre zählende Maik Ritter seine allerbesten Schussstiefel ausgepackt. Vier Treffer steuerte der vom 1. FC Pirna nach Dohna gewechselte Oldie zum 6:2-Sieg seiner Chemie-Elf bei. Darunter zwei Elfmeter sowie ein Kopfballtor. „Einen Treffer per Kopf bekomme ich nur selten hin. Aber es lief irgendwie alles richtig toll. Ein absolut geiles Spiel“, freute sich Ritter. Bei Gorknitz hingegen hingen die Fahnen auf halbmast. Mit dem Ex-Heidenauer Steffen Richter (Gelb-Rot) und Robert Schmidt (Rot) mussten zwei Spieler in der Schlussphase vorzeitig vom Spielfeld.

Trainer hilft als Torhüter aus

Trotz akuter Personalprobleme gelang dem SSV Neustadt ein deutliches 5:2 beim Aufsteiger SG Wurgwitz. So musste Trainer Dieter Kling als Torwart aushelfen. Er kassierte zunächst per Strafstoß die Wurgwitzer Führung – Andre Berger erzielte bereits seinen dritten Elfmetertreffer in der noch jungen Saison. Doch dann drehte der SSV auf und lag nach einer Stunde mit 5:1 in der Vorhand. Alle neune hieß es für Schönfeld gegen Pesterwitz. Andreas Püschner war dreifach erfolgreich. Der 45-jährige Schlussmann Gregor Peuker parierte einen Elfmeter von Maximilian Vogt. „Wir haben nach der Niederlage in Pirna Gesicht gezeigt. Es lief alles für uns“, durfte Schönfelds Trainer Thilo Zwintscher jubeln.