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Donnerstag, 11.10.2018

Schmiedeberger Turnhallenpläne werden konkret

Der Freistaat Sachsen gibt 920 000 Euro aus der Sportförderung. Der schwierige Weg zum Neubau.

Von Franz Herz

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So sieht die neue Turnhalle in Schmiedeberg einmal aus
So sieht die neue Turnhalle in Schmiedeberg einmal aus

© Zeichnung: Ipr

(li). Staatssekretär Günther Schneider (Foto oben 2.v.r.) übergab den Förderbescheid dafür an den Dippser OB Jens Peter (3.v.r.).
(li). Staatssekretär Günther Schneider (Foto oben 2.v.r.) übergab den Förderbescheid dafür an den Dippser OB Jens Peter (3.v.r.).

© Egbert Kamprath

Dippoldiswalde. Vor 13 Monaten hat die Stadt Dippoldiswalde die Förderung für den Neubau der Turnhalle in Schmiedeberg beantragt. Und vor 13 Jahren hat der Gemeinderat Schmiedeberg zum ersten Mal über die Finanzierung eines Hallenneubaus diskutiert. So wird die 13 für das Turnhallenprojekt eine Glückszahl. Denn jetzt hat es der Dippoldiswalder Oberbürgermeister Jens Peter (parteilos) schriftlich, dass die Stadt 920 000 Euro Fördermittel für den Turnhallenbau bekommt. Die Sächsische Zeitung zeichnet den langen Weg zum Turnhallenbau nach.

Die Geschichte: Die bisherige Halle ist 105 Jahre alt
Die Oberschule Schmiedeberg wurde 1908 errichtet und hat dieses Jahr ihr 110-jähriges Bestehen gefeiert. Die Turnhalle ist kurz danach gebaut worden und hat jetzt 105 Jahre auf dem Buckel. Seit einigen Jahren zeigen sich aber deutliche Mängel, die dem Alter der Halle geschuldet sind. Nur bis 2019 hat die Unfallkasse den Betrieb noch genehmigt.

Die Schwierigkeiten: Unsicherer Bestand der Schule und Teuerung
Die Gemeinde Schmiedeberg begann 2005, einen Neubau der Turnhalle neben der Schule zu planen, blitzte die ersten Jahre aber mit ihrem Anliegen ab, als sie Fördermittel beantragte. Der Bestand der Schule war damals nicht gesichert. Das änderte sich 2010. Dann stiegen aber die Anforderungen und das Projekt Schulsanierung, zu dem der Turnhallenneubau gehörte, wurde um ein Drittel teurer. Schließlich richteten sich die Hoffnungen auf das Zusammengehen mit der Stadt Dippoldiswalde. 2016 gab es hier eine harte Debatte, ob Investitionsmittel von Land und Bund für den Turnhallenbau verwendet werden. Schließlich bekamen andere Vorhaben den Vorzug, weil die Stadt sonst hätte Fördergelder zurückzahlen müssen. Also musste das Schmiedeberger Projekt noch einmal zurückstehen. In einem neuen Anlauf kann es nun gelingen.

Das aktuelle Projekt: Neuer Standort und abgespeckte Lösung
Im vergangenen Jahr hat die Stadt das Projekt neu angepackt. Die Entscheidung fiel für einen neuen Standort direkt neben dem Gießerei Sportpark fünf Minuten Fußweg von der Schule entfernt. Der Planungsauftrag war neu vergeben worden und das Büro Ipro stellte eine Variante vor, die sowohl dem Schulsport als auch den Anforderungen des Vereinsports entspricht. Das fand nach über einem Jahr Prüfung auch die Billigung der Förderstelle. Der Freistaat Sachsen gibt rund 50 Prozent der geplanten Bausumme aus der Sportförderung für das Projekt dazu, rund 920 000 Euro. Am Mittwoch ist Sportstaatssekretär Günther Schneider (CDU) aus dem Innenministerium in Dresden mit der Nachricht nach Dippoldiswalde gekommen. Insgesamt soll das Bauvorhaben zwei Millionen Euro kosten. In einer Runde, an der auch Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois (CDU), Katrin Jungnickel, die Leiterin der Oberschule Schmiedeberg, Andreas Mannschatz, Vorsitzender der SG Stahl Schmiedeberg und Ortsvorsteher Peter Hofmann (SPD) teilnahmen, übergab er den Bescheid.

Die Zukunft: Dipps muss Eigenanteil rechtzeitig bringen.
Nun schreibt die Stadt die Planung aus und hofft, dass sie im ersten Halbjahr 2019 die Baugenehmigung bekommt. Danach rechnet Simone Ullrich-Braune, Bau-Chefin der Stadtverwaltung, mit rund einem Jahr Bauzeit. Wenn alles rund läuft, könnte die neue Halle zum Schuljahresbeginn 2020 in Betrieb gehen. Hauptaufgabe für die Stadt wird es, bis dahin rechtzeitig die rund 1,1 Millionen Euro im Haushalt bereitzustellen, die sie als Eigenanteil für den Turnhallenbau bezahlen muss.