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Freitag, 29.12.2017

Schlimmster Brand seit Jahrzehnten: Zwölf Tote in New York

Ein Winterabend wird für zwei Dutzend New Yorker zur Katastrophe, als in ihrem Wohnhaus plötzlich Feuer ausbricht. Die Bronx hat schon mehrere schlimme Brände erlebt. Entsprach das Gebäude den Auflagen?

Beim Brand in einem New Yorker Wohnhaus sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Offenbar brach das Feuer im zweiten Stock aus und verbreitete sich von dort aus rasch.
Beim Brand in einem New Yorker Wohnhaus sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Offenbar brach das Feuer im zweiten Stock aus und verbreitete sich von dort aus rasch.

© dpa/AP/Frank Franklin Ii

New York Bei einem Brand in einem New Yorker Wohnhaus sind zwölf Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein Baby. Das teilte die New Yorker Feuerwehr am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Der Brand in der Bronx habe vier weitere Menschen lebensgefährlich verletzt. Die Todesopfer seien zwischen einem und mehr als 50 Jahren alt, hieß es.

„Wir haben heute Abend eine der schlimmsten Brandtragödien in mindestens einem Vierteljahrhundert gesehen“, sagte Bürgermeister Bill de Blasio nach einer Besichtigung des Brandorts. „Es ist eine entsetzliche Tragödie und Familien sind entzweit worden.“

Der Brand war der schlimmste in New York seit 1990, als in einem nur zehn Autominuten entfernten Club 87 Menschen ums Leben kamen. 2007 hatte das überhitzte Kabel eines Heizgeräts ebenfalls in der Bronx ein Feuer verursacht, das zehn Menschen tötete, unter ihnen neun Kinder.

Nach Angaben der Feuerwehr waren am Donnerstag mehr als 160 Feuerwehrleute im Einsatz. Mindestens zwölf Menschen wurden gerettet. Noch Stunden nach dem Brand waren Feuerwehrleute und Polizisten damit beschäftigt, die von den Flammen zerstörten Wohnungen zu durchforsten und Hinweise zur möglichen Brandursache zu sammeln.

Offiziellen Angaben zufolge brach das Feuer im Erdgeschoss des vierstöckigen Wohnhauses haus und breitete sich von dort aus rasch in obere Stockwerke aus. Die Feuerwehr twitterte: „Diese Tragödie ist in ihrer Größe fraglos historisch. Unsere Herzen sind bei jenen Familien, die hier einen Angehörigen verloren haben und bei jenen, die um ihr Leben kämpfen.“

Einige der Überlebenden wurden in eine nahegelegene Schule gebracht, die als Notunterkunft diente. Anwohner wurden aufgerufen, Kleidung zu spenden. In der Nacht des Feuers herrschten Temperaturen bis zu minus zehn Grad Celsius. Auch für die kommenden Tage und Nächte wurden in der Metropole eisige Temperaturen vorausgesagt. (dpa)

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