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Freitag, 12.10.2018 Aus dem Gerichtssaal

Schlägerei am Silvesterabend

Drei Kroaten sollen in Döbeln einen Mann verletzt haben. Das bringt sie vor Gericht. Doch das Verfahren wird ausgesetzt.

Von Helene Krause

Symbolbild
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© dpa

Döbeln. Am Silvesterabend 2017 sollen drei Kroaten im Alter von 27, 29 und 51 Jahren einen Rentner verletzt haben. Der Vorfall ereignete sich vor dem Garagenkomplex an der Mastener Straße in Döbeln. Wegen der Tat standen die mutmaßlichen Schläger, die in der Nähe des Tatorts wohnen, jetzt vorm Amtsgericht Döbeln. Vorgeworfen wird ihnen gefährliche Körperverletzung.

Der Tat vorausgegangen war ein Zwischenfall mit dem Rentner. Der soll die Kroaten mit einem Unkrautbrenner angegriffen und einem sogar die Schuhsohle verbrannt haben. Außerdem habe er ein Tierabwehrspray versprüht. Daraufhin sollen die Kroaten den Rentner zu Boden gestoßen und auf ihn eingetreten und geschlagen haben.

Wegen des Angriffs mit dem Unkrautbrenner stand der Rentner im Juli 2018 vorm Amtsgericht Döbeln. Damals war er zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten und zwei Wochen verurteilt worden, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

In der Verhandlung vorm Amtsgericht Döbeln gegen die Kroaten stellt Verteidiger Kay Estell noch vor der Verlesung der Anklageschrift den Antrag, das Verfahren auszusetzen. „Die Akte im Verfahren gegen die Angeklagten ist unvollständig“, so seine Begründung. Daraufhin zieht sich das Gericht zur Beratung zurück. Danach setzt Richterin Karin Fahlberg mit Einverständnis der Staatsanwaltschaft den Prozess aus. Erst im Dezember soll weiterverhandelt oder die Streitigkeit im Zuge des Täter-Opfer-Ausgleichs geregelt werden.

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