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Donnerstag, 09.08.2018

Schild statt Pflasterhuckel

Die Anwohner der Polkenberger Dorfstraße wollen sicherer leben. Bei einer Versammlung haben sie über mögliche Wege zur Verkehrsberuhigung diskutiert.

Ein verkehrsberuhigter Bereich könnte in Polkenberg Raser veranlassen, auf die Bremse zu treten.
Ein verkehrsberuhigter Bereich könnte in Polkenberg Raser veranlassen, auf die Bremse zu treten.

© André Braun

Leisnig/Polkenberg. In den Sommerferien haben sich Vertreter aus nahezu allen Häusern an der Polkenberger Dorfstraße sowie der Stadtverwaltung Leisnig an dieser Sackgasse getroffen. Das Problem dort: Trotz 30-Zone wird dermaßen gerast, dass schon mehrmals Schäden am Fahrzeug von Sabine Otto entstanden sind. Daher hat sie auch Angst um ihre Familien und die Nachbarn und bei der Kommune einen Antrag gestellt, wirksame Regelungen für eine wirksame Verkehrsberuhigung zu treffen.

Ende Mai hatte sich der Technische Ausschuss lange damit beschäftigt (DA berichtete). Dabei stand auch zur Debatte, die Kraftfahrer mit Aufpflasterungen – einem sogenannten schlafenden Polizisten – zum Bremsen und Langsamfahren zu zwingen. Indes ist diese Idee nach der Anwohnerversammlung wieder vom Tisch. „Der Vorschlag jetzt lautet, eine verkehrsberuhigte Zone auszuweisen“, sagte Sabine Otto auf Anfrage dem DA. Sie zeigte sich sowohl mit dem Vorschlag als auch mit der Beteiligung der Anwohner an dieser für sie wichtigen Erörterung zufrieden.

Die Lösung will Uwe Dietrich vom Ordnungsamt im September dem Technischen Ausschuss vorstellen. Stimmen die Mitglieder zu, dann müssen die entsprechenden blauen Schilder aufgestellt und schätzungsweise sechs bis sieben Pkw-Stellflächen auf der Straße ausgewiesen werden. Nur dort dürfen Lieferfahrzeuge und Besucher dann noch halten.

Einige Räte hatten grundsätzlich mit Unverständnis reagiert, dass solche Regelungen in einer überwiegend von Anwohnern genutzten Straße überhaupt nötig sind. (DA/sig)

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