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Mittwoch, 11.07.2018

Schaubudensommer macht dieses Jahr nicht viele Worte

Vom 12. bis 22. Juli läuft das beliebte Festival. Der Platz ist diesmal begrenzter. Das Programm bleibt bunt.

Von Sarah Herrmann

Tierisch was los in der Bude: Julia Schleißner (links) und Nora Otte treten in diesem Jahr erstmals beim Schaubudensommer auf. Stammgäste können aber auch Bekanntes wiederentdecken.
Tierisch was los in der Bude: Julia Schleißner (links) und Nora Otte treten in diesem Jahr erstmals beim Schaubudensommer auf. Stammgäste können aber auch Bekanntes wiederentdecken.

© Sven Ellger

Jahrelang haben Nora Otte und Julia Schleißner sich als Zuschauer verzaubern lassen; haben den Jahrmarkt-Flair des Schaubudensommers wieder und wieder aufgesogen; haben davon geträumt, selber einmal die Besucher des Festivals am Kulturzentrum Scheune verzaubern zu können. In diesem Jahr geht dieser Traum in Erfüllung. Die beiden Künstlerinnen geben als „Klatsch und Muff“ ihr Schaubuden-Debüt. Mit eigens kreierten Masken wollen sie die Zuschauer in ihre Bude locken und in ihren Bann ziehen. Was genau auf die Besucher zukommt, wollen sie noch nicht verraten. Dafür weiß das Organisationsteam einiges über die Neuerungen des 21. Schaubudensommers zu erzählen.

So kann wegen der stattfindenden Sanierung der Hof des Dreikönigsgymnasiums nicht genutzt werden. „Uns sind dadurch zwei Spielstätten weggebrochen“, sagt Robert Lewetzky, künstlerischer Mitarbeiter des Vereins Schaubude Dresden. Das gesamte Programm findet daher im Garten des Kulturzentrums Scheune statt. Die Organisatoren sind allerdings erfinderisch geworden und haben aus dem begrenzten Platz einiges rausgeholt. So wird erstmals ein Teil des Biergartens genutzt, um ein weiteres Zelt aufzubauen. Auch im hinteren Teil des Hofs wurde eine zusätzliche Spielstätte eingeplant. Zudem wird es eine Freiluft-Bühne an der Graffiti-Wand geben.

Seit rund einer Woche sind die Vereinsmitglieder bereits mit dem Aufbau beschäftigt. Bis zum Donnerstag können sie sich noch Zeit lassen. Dann startet die 21. Auflage des „Festivals für Theater, Vergnügen und Musik“, wie es die Veranstalter nennen. Elf Tage lang treten über 70 nationale und internationale Künstler auf. Jeden Abend können zwischen zwölf bis fünfzehn Shows angeschaut werden. Wer den Schaubudensommer bereits des Öfteren besucht hat, kann Neues entdecken, aber auch Altbewährtes wiederfinden.

So zeigen die Festival-Urgesteine Anna Mateur und die Echse ihre Shows. Neben Nora Otte und Julia Schleißner gibt es aber auch zahlreiche weitere Schaubuden-Debütanten. Um die passenden Künstler zu finden, reist das Team durch Deutschland und Europa, besucht dort Festivals. „Unser Anspruch ist es, die Künstler vorher gesehen zu haben, damit wir sie empfehlen können“, sagt der künstlerische Leiter Helmut Raeder. Bei der Entscheidung für oder gegen einen Bewerber zähle vor allem der persönliche Geschmack. In diesem Jahr war allerdings auch ein weiteres Kriterium besonders wichtig.

So setzt das Team absichtlich auf Aufführungen, die ohne Sprache auskommen. Sie sind im Programmheft mit einem Auge gekennzeichnet. Das soll zum einen internationalen Besuchern das Schauen erleichtern, welche die deutsche Sprache nicht verstehen. Andererseits können so auch Gehörlose an dem Zauber des Schaubudensommers teilhaben. Diese Idee ist in Zusammenarbeit mit dem Verein Selbstbestimmtes Leben entstanden. „Viele Menschen mit Behinderung kommen gerne zu unserem Fest“, sagt Raeder. Um ihnen den Besuch zu erleichtern, wurden nun Rampen gebaut, die zu den Buden führen.

Für Menschen mit wie ohne Behinderung gilt wie im Vorjahr: Beeilen. Denn auch diesmal soll es wieder einen Einlass-Stopp geben. So wird eine Überfüllung des Areals vermieden und gewährleistet, dass die Schlangestehenden tatsächlich einen Platz im Zelt ergattern. Die Begrenzung auf 1 500 Besucher wurde 2017 eingeführt.

Preise und Programm gibt es online unter:

schaubudensommer.de

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