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Freitag, 15.06.2018

Runderneuerung für die Nieskyer Gersdorfstraße

Die nächsten zwei Jahre wird die Straße zur Baustelle. Vor allem im Untergrund muss einiges an Leitungen erneuert werden.

Von Steffen Gerhardt

Der obere Teil der Gersdorfstraße ab Gartenstraße soll erst 2019 umfassend saniert werden.
Der obere Teil der Gersdorfstraße ab Gartenstraße soll erst 2019 umfassend saniert werden.

© André Schulze

Am Donnerstag wurden die Anwohner der Gersdorfstraße in einer Bürgerversammlung darüber informiert, was auf sie zukommt, wenn die Stadt ihre Straße runderneuern lässt. Seit zehn Jahren ist das bereits geplant, aber nun kann das Vorhaben endlich umgesetzt werden, sagt der Sachgebietsleiter Tiefbauverwaltung, Enrico Bachmann. Denn seit April hat die Stadt den Fördermittelbescheid für dieses Vorhaben. „Auch wenn der eine oder andere Bürger mit Unverständnis darauf reagiert, warum wir jetzt die Gersdorfstraße machen und nicht andere Straßen in der Stadt, so liegt der Grund ihrer Sanierung im Untergrund.“ Damit spricht Enrico Bachmann das marode Leitungssystem an. Vor allem der zu DDR-Zeiten verlegte Schmutzwasserkanal aus Betonrohren ist stark angegriffen. Zum Großteil dadurch verursacht, dass über diese Leitung das Chlorwasser vom Waldbad bisher abfloss.

Die Sanierung der Straße ist auf sieben Lose aufgeteilt, die über zwei Jahre abgearbeitet werden. 2018 wird der Abschnitt zwischen Muskauer- und Gartenstraße gemacht, im darauffolgenden ersten Halbjahr das Teilstück bis zur Einfahrt Eisstadion. Das erste Los hat der Stadtrat am Montag an die Straßenbaufirma STB See vergeben, die dafür der einzige Bieter war. Ihre Aufgabe wird es sein, die Medien freizulegen und durch neue zu ersetzen. Rund 611 000 Euro hat das Unternehmen dafür an Baukosten veranschlagt.

Insgesamt kostet die Sanierung der Gersdorfstraße 1 671 000 Euro. Mit zum Zuge kommen dabei die Stadtwerke Niesky, die die offene Straße nutzen wollen, um die Trinkwasserleitung auszutauschen. Das Energieunternehmen Enso wird ein neues Niederspannungskabel für die Stromversorgung verlegen und eine Telekommunikationsfirma Leerrohre. Durch die sollen künftig die Breitbandkabel für das Internet sowie Antennenkabel gezogen werden.

„Unser Ziel ist es, gleich alle Medien mit zu verlegen, um die Straße in ein paar Jahren nicht wieder aufreißen zu müssen“, begründet Enrico Bachmann die Firmenvielfalt bei dem Bauvorhaben. Das sechste Los ist der Wohnungsbaugenossenschaft vorbehalten. Sie will die Baustelle nutzen, um ihre Wohnblocks mit einer neuen Schmutzwasserleitung zu versehen, die in den Kanal in der Gersdorfstraße eingebunden wird. Ebenso soll die Dachentwässerrung an den Wohnhäusern verbessert werden. Denn besonders bei Starkregen hat beides in jüngster Vergangenheit immer wieder durch Überschwemmungen für Probleme gesorgt. Das trifft auch auf die Regenentwässerung der Gersdorfstraße zu.

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