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Freitag, 12.10.2018

Ruine weicht dem Straßenbau

Der erste Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Kiebitz soll Ende Oktober freigegeben werden. Noch gibt es einiges zu tun.

Von Sylvia Jentzsch

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Der erste Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Kiebitz steht kurz vor der Fertigstellung.
Der erste Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Kiebitz steht kurz vor der Fertigstellung.

© Dietmar Thomas

 Das Gehöft an der kleinen Jahna 15 wurde abgerissen.
Das Gehöft an der kleinen Jahna 15 wurde abgerissen.

© André Braun

Ostrau/Kiebitz. Bald können die Fahrzeuge wieder von der Feldhäuser Straße in Richtung Mockritz rollen. Voraussichtlich Ende Oktober wird der erste Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt freigegeben. Dann werden Ortsfremde staunen, was sich alles verändert hat. Die Kiebitzer selbst sehen täglich, was auf der Baustelle passiert.

Während zurzeit im zweiten Bauabschnitt von der Feldhäuser Straße in Richtung Sportplatz die Straße komplett aufgerissen ist, damit Abwasser- und Trinkwasserleitungen sowie Strom- und Breitbandkabel verlegt werden können, sieht der erste Bauabschnitt schon ganz akzeptabel aus.

Die neuen Masten für die Straßenbeleuchtung stehen bereits. Sie sehen aus wie Geschenkpakete, weil sie noch verpackt und umwickelt sind. „Die Lampen können erst dann angebaut und in Betrieb genommen werden, wenn Mitnetz Strom die Oberleitung und die Masten entfernt hat“, sagte Bauamtsleiterin Angelika Riedel. Von Mitnetz Strom bekommen auch alle Grundstücke neue Hausanschlüsse.

Ein großes Bauwerk im Zuge der Straßensanierung war die Brücke über die Kleine Jahna. Damit verbunden war auch die Errichtung einer Mauer. Die wurde etwas versetzt, sodass auch Rollstuhlfahrer und Leute mit Kinderwagen einen leichteren Weg ins Wäldchen haben.

Die Arbeiten am Fußweg in Richtung Kindergarten sind noch nicht ganz abgeschlossen. Doch das hellgraue Betonpflaster wirkt schon freundlich und bildet einen schönen Kontrast zum dunklen Asphalt und zur neuen Einfriedung aus Betonelementen. Ein Stück weiter wurde auf der linken Seite eine Klinkermauer errichtet, die sich den Gebäuden anpasst.

Mehr Platz im Wartehäuschen

„Eine neue Bushaltestelle wird etwas weiter in Richtung Töllschützer Berg aufgebaut. Die alte soll wieder aufgearbeitet und als Ersatz dienen“, so Riedel. Notwendig war die Versetzung, weil sich die Sichtverhältnisse verbessern und auch mehr Platz für die Wartenden ist. Das Fundament für das neue Wartehaus ist schon zu sehen.

Am deutlichsten ist die Veränderung jedoch dort zu sehen, wo vor Kurzem noch ein kleines Gehöft stand. Das hat die Gemeinde gekauft und abgerissen. So war genügend Platz für den Straßenbau. Zusätzlich ist ein Areal entstanden, das begrünt werden soll. Zudem entstehen im Bereich der abgesenkten Borde einige Parkplätze. Die Anbindung „Zur Quere“ wurde geschaffen. Alles wirkt viel freundlicher, heller und übersichtlicher, auch wenn der Platz zurzeit noch für die Ablagerung von Material verwendet wird.

Auch der breite Randstreifen gegenüber, auf dem zurzeit ein Kleidercontainer steht, soll gestaltet werden. Entstehen werden ein Containerstellplatz und Parkplätze. Das Trafohaus, das ein technisches Denkmal ist, wird teilweise noch saniert. Es hat bereits ein neues Dach und der Kellerbereich aus Bruchsteinen wurde ebenfalls in Ordnung gebracht. „Nun soll noch das Zwischenstück saniert werden“, sagte die Bauamtsleiterin. Im gesamten Bereich der Gehwege wurde auf abgesenkte Borde geachtet, sodass Menschen mit einer Gehbehinderung oder mit einem Kinderwagen die Straße besser queren können.

Der gesamte Bau soll bis Mai 2019 abgeschlossen sein. Das sei allerdings von den Witterungsbedingungen in den Wintermonaten abhängig, so die Pressereferentin des Landratsamtes Cornelia Kluge. Die Gemeinde Ostrau beteiligt sich finanziell an der Errichtung von Stützmauern mit insgesamt 150 000 Euro und übernimmt zudem den Bau eines etwa einen Kilometer langen Fußweges für 294 300 Euro sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung für 160 500 Euro. Nach dem Ausbau der Ortsdurchfahrt soll die Fahrbahnbreite vom Ortseingang bis zum Abzweig Töllschütz durchgehend 5,50 Meter betragen. Gebaut wird auf einer Länge von 695 Metern.

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