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Mittwoch, 16.05.2018

Ruhe, sonst wird geschossen!

Weil ein Nachbar zu viel Lärm verursachte, vergriff sich ein Dresdner derart im Ton, dass die Polizei anrückte.

© dpa

Dresden. Ein 47-jähriger Mann hat am späten Dienstagabend für einen Polizeieinsatz in Striesen gesorgt. Der Deutsche hatte gegen 23 Uhr den Notruf gewählt und sich über Krach in einer Nachbarwohnung beschwert. Dann allerdings haperte es mit der gesitteten Kommunikation: Noch am Telefon drohte er, den Lärmverursacher zu erschießen, sollte dieser nicht leiser werden.

Der Beamte am anderen Ende der Leitung sorgte dafür, dass sogenannte Interventionskräfte der Polizei aktiviert werden, die für lebensbedrohliche Einsatzlagen besonders ausgestattet sind. Diese Einheit rückte in der Wohnung des genervten Anrufers an der Comeniusstraße an und durchsuchte die Räume. Eine Schusswaffe fanden die Polizisten nicht.

Der reuige Anrufer räumte schließlich ein, sich möglicherweise im Ton vergriffen zu haben. Das Bedauern wird allerdings nicht reichen, um ein gegen ihn laufendes Ermittlungsverfahren wegen Störens des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat zu stoppen. (mja)

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