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Samstag, 11.08.2018

Rostocker Straße soll neue Beleuchtung erhalten

Binnen zwei Jahren will die Stadt alle Lampen an der Strecke durch LEDs ersetzen. Die Mittel stehen dank einer unbeliebten Entscheidung zur Verfügung.

© Symbolbild/dpa

Riesa. Die Stadtverwaltung Riesa will an der Rostocker Straße für insgesamt 75 000 Euro die Straßenbeleuchtung austauschen lassen. Über eine entsprechende Vorlage wird der Finanzausschuss in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 14. August ab 17 Uhr im Klosterratssaal entscheiden. Von der Umrüstung soll zunächst die Strecke zwischen Pausitzer Straße und Riesapark betroffen sein. Die übrigen Leuchten sollen demnach erst später getauscht werden. Ziel sei es, den Stromverbrauch und damit die Kosten zu senken, so die Stadtverwaltung: „Durch die Umrüstung werden die Stromkosten für diesen Bereich gegenüber der jetzigen Nachtabschaltung dauerhaft um ein Drittel verringert.“ Die LED-Leuchten seien langlebiger und würden seltener ausfallen, sodass auch die Wartungskosten sinken.

Paradoxerweise wird dieser Austausch ausgerechnet durch die bei den Riesaern umstrittenen Nachtabschaltungen ermöglicht, die in der Stadt seit 2010 vorgenommen werden. „Inzwischen hat die Kostenminimierung mit diesen und weiteren Maßnahmen einen sehr guten Stand erreicht“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. „Die nächtlichen Abschaltungen waren aber immer unpopulär und sind es noch. Außerdem widersprechen sie dem Sinn einer Straßenbeleuchtung.“ Deshalb soll nun das mittels der Abschaltung ersparte Geld in die neue LED-Technik fließen. Die Umrüstung des zweiten Abschnitts der Rostocker Straße will die Stadt im Doppelhaushalt für 2019 einplanen. In den darauffolgenden Jahren, so die Hoffnung, könnten dann weitere Nachtabschaltungen zurückgenommen werden. (SZ/stl)

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