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Montag, 17.09.2018

Rollstuhlfahrerin landet vor Gericht

Mit mehr als drei Promille Alkohol fuhr die Frau auf dem Elektro-Rollstuhl durch Riesa. Das hat nun ein Nachspiel.

Von Stefan Lehmann

Symbolfoto
Symbolfoto

© dpa

Riesa. Die ungewöhnliche Trunkenheitsfahrt einer Riesaerin hat ein juristisches Nachspiel. Die Frau, die Anfang Juni betrunken mit einem Elektro-Rollstuhl wurde, wird sich in der kommenden Woche vor dem Amtsgericht Riesa verantworten müssen. Mit mehr als drei Promille war die damals 57-Jährige von der Polizei angehalten worden, weil sie Schlangenlinien fuhr und damit den nachfolgenden Verkehr behinderte (wir berichteten). Nach SZ-Informationen ist die Frau keine Unbekannte, soll schon mehrmals alkoholisiert auf dem Gefährt erwischt worden sein.

Je nach Modell gilt für Elektro-Rollstühle eine Promillegrenze von 1,6 oder 1,1 Promille. Ein Experte für Verkehrsrecht erklärte schon im Juni, die Frau habe sich in jedem Fall einer Trunkenheitsfahrt strafbar gemacht. Das Gefährt wurde der Frau nach SZ-Informationen bereits nach der jüngsten Fahrt abgenommen. Ob das auch so bleibt und welche weiteren rechtlichen Folgen der Frau drohen, entscheidet sich voraussichtlich in der Gerichtsverhandlung am Donnerstag.