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Freitag, 02.03.2018

Risiken beim Immobilienkauf

Von Banken und Immobilienvermarktern wird zurzeit vielfach verbreitet: „Die Zinsen steigen. Wenn kaufen, dann jetzt.“ Die Verbraucherzentrale Hamburg rät jedoch, einen Kaufvertrag nicht voreilig zu unterzeichnen. Langfristig sei zwar mit steigenden Immobilienzinsen zu rechnen, doch Anzeichen für eine Trendwende ließen sich derzeit noch nicht erkennen.

Denn niedrige Zinsen bedeuteten nicht unbedingt, dass ein Kredit günstiger ist. Eine Finanzierung bei niedrigen Zinsen mit niedriger Tilgung und ohne Sondertilgungen laufe sehr viel länger als bei höheren Zinsen. Dadurch seien die Gesamtkosten nicht zwingend niedriger als zu Hochzinsphasen. Auch könnten Käufer wegen der hohen Immobilienpreise weniger Eigenkapital einbringen. Dadurch erhöhe sich die monatliche Belastung. Zehn bis 20 Prozent des Kaufpreises plus Erwerbsnebenkosten sollten Käufer als Eigenkapital haben. Zudem führten die gestiegenen Preise zu höheren Erwerbsnebenkosten, die samt Zinsen einkalkuliert werden müssten.

Würden beim Kauf von Haus oder Wohnung zu viele Kompromisse hinsichtlich Größe, Art, Lage oder Infrastruktur gemacht, kann dies dazu führen, dass die Immobilie schneller als geplant verkauft werden muss. Bei vorzeitiger Beendigung einer Finanzierung würde meist auch eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig, die einige Tausend Euro betragen kann.

(SZ/cof)

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