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Montag, 22.10.2018

Riesa wieder Derbysieger

Von Jürgen Schwarz

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Schiedsrichter Rico Teichmann schickt auch den Radebeuler Zdenek Kopas per Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche. Foto: Ronny Belitz
Schiedsrichter Rico Teichmann schickt auch den Radebeuler Zdenek Kopas per Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche. Foto: Ronny Belitz

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Zweikampf zwischen dem Riesaer Philipp Schröter und dem Radebeuler Erik Talke, der in der zweiten Halbzeit mit Geld-Rot vom Platz flog. Stahl setzte sich im Derby mit 2:0 durch. Foto: Ronny Belitz
Zweikampf zwischen dem Riesaer Philipp Schröter und dem Radebeuler Erik Talke, der in der zweiten Halbzeit mit Geld-Rot vom Platz flog. Stahl setzte sich im Derby mit 2:0 durch. Foto: Ronny Belitz

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In einem dürften sich Thomas Kupper, der Trainer der Großenhainer, und der Radebeuler Coach Matthias Müller einig sein: Fußball ist ein Ergebnissport. Nach den beiden Derbys gegen die BSG Stahl Riesa resümierten beide Trainer nahezu deckungsgleich, dass ihre Mannschaften die Akzente gesetzt, das Spiel bestimmt und die größere Anzahl an Torchancen kreiert hatte. Die Punkte aber gingen jeweils an die Riesaer, die in den 180 Minuten keinen Gegentreffer zuließen (1:0, 2:0). Zufall kann so etwas ganz sicher nicht sein.

Das Kreisderby in der Feralpi-Arena vor nur 263 Zuschauern war ganz sicher nichts für Feinschmecker. Mann des Tages war wieder einmal Paul Kiontke, der beide Treffer markierte. Der Torjäger verwandelte einen an Philipp Schröter verwirkten Strafstoß zur Pausenführung (23.) und sorgte in der 76. Minute für die Entscheidung. Erneut war der wieselflinke Schröter als Vorlagen-Geber maßgeblich beteiligt. Die Meinungen über die Berechtigung des „Elfers“ gingen im Nachhinein recht weit auseinander. Während auf der Riesaer Seite von einem „Kann-Elfmeter“ gesprochen wurde, kommentierte RBC-Trainer Matthias Müller die Entscheidung als einen schlechten Scherz. „Es war nie und nimmer ein Strafstoß“, schlug Gäste-Kicker Benno Töppel verbal in die gleiche Kerbe. Fortan fühlten sich die Radebeuler von Schiedsrichter Rico Teichmann aus Schneeberg benachteiligt und kommentierten dessen Entscheidungen oft sehr lautstark.

Kopas und Talke fliegen runter

Den Höhepunkt erreichte die Auseinandersetzung in der 60. und 65. Minute, als Teichmann nacheinander Kopas und Talke die Ampelkarte unter die Nase hielt. Hier war „Lotte“ Müller dann freilich auf seine Schützlinge sauer: „Solche Disziplinlosigkeiten regen mich fürchterlich auf. Wir waren dran und das 1:1 nur eine Frage der Zeit. So haben wir uns selbst ein Bein gestellt, obwohl wir mit nur acht Feldspielern immer noch tonangebend waren.“ Nach zehn Punkten aus den letzten vier Partien riss damit die Erfolgsserie der Radebeuler.

Daniel Küttner dürfte es relativ egal sein, ob die Spielweise seiner Mannschaft dem jeweiligen Kontrahenten zusagt. Auch Küttner wird letztendlich nach Ergebnissen abgerechnet. Mit drei Siegen und fünf Niederlagen steht Stahl derzeit auf einem Nichtabstiegsplatz. Die 90 Derby-Minuten machten freilich wieder deutlich, dass es der jungen Riesaer Truppe an Konstanz fehlt. Die BSG hatte wie die Feuerwehr begonnen. Philipp Schröter zweimal und einmal Paul Kiontke scheiterten am Radebeuler Torwart Toni Bunzel. Später ließen sich die Gastgeber zeitweise viel zu weit hinten reindrängen, um gleich nach Wiederanpfiff durch Marvin Reinkober (46.) und Philipp Schröter zwei dicke Möglichkeiten zu verzeichnen. „Es war dennoch eine sehr konzentrierte Leistung meiner Jungs. Nach einer Schrecksekunde, als unser Keeper Alexander Goldhammer einen scharfen Schuss von Kopas prallen lassen musste und Florian Müller freistehend verzog, haben wir hinten gut gestanden und die hohen Bälle der Radebeuler abgewehrt“, bilanzierte Daniel Küttner. (mit ef/jj)

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