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Freitag, 15.06.2018

Riesa schickt Delegation nach China

Als OB-Vertreter war Helmut Jähnel in einem Stadtteil von Shanghai. Dabei ging es auch um eine Fußball-Partnerschaft.

Von Stefan Lehmann

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So schön ist Riesa: OB-Stellvertreter Helmut Jähnel stellt im Shanghaier Stadtbezirk Qingpu seine Heimatstadt vor Vertretern der Bezirksregierung vor.
So schön ist Riesa: OB-Stellvertreter Helmut Jähnel stellt im Shanghaier Stadtbezirk Qingpu seine Heimatstadt vor Vertretern der Bezirksregierung vor.

© Stadt Riesa

 Helmut Jähnel beim Empfang bei Qingpus Bezirksbürgermeisterin Ni Xiangjun.
Helmut Jähnel beim Empfang bei Qingpus Bezirksbürgermeisterin Ni Xiangjun.

© Stadt Riesa

Riesa. Eine kleine Delegation aus Riesa unter Leitung des stellvertretenden Oberbürgermeisters Helmut Jähnel war kürzlich auf Einladung der dortigen Bezirksregierung in Qingpu, einem Stadtteil der chinesischen Mega-City Shanghai.

Auf einem Empfang bei Stadtbezirksbürgermeisterin Ni Xiangjun stellte Helmut Jähnel die Stadt Riesa ausführlich vor. Eine weitere Riesaer Städtepartnerschaft ist allerdings ausdrücklich nicht beabsichtigt, teilt das Rathaus mit. Einen Schwerpunkt künftiger Kontakte sollen vor allem Beziehungen zwischen Schulen beider Städte bilden. Dazu fanden auch Gespräche im Bildungsministerium von Shanghai statt. „Hier war ich als ehemaliger Schulleiter sozusagen in Doppelfunktion aktiv“, so Jähnel, der früher das Werner-Heisenberg-Gymnasium leitete. Der Besuch einer Schule in Qingpu und die Gespräche mit dem Leiter und einigen Lehrern fand er deshalb besonders interessant.

Entsprechende Initiativen zum Schüleraustausch sollen nun zwischen konkreten Schulen in beiden Städten vorangebracht werden. Eine große Rolle könnte der Fußball spielen. Das Interesse in China ist groß, die Entwicklung des Fußballs wurde von Staatspräsident Xi Jinping sozusagen zur Chefsache erklärt. „Die Chinesen wollen vom deutschen Know-how im Fußball profitieren, das ist uns bewusst. Das wird dort auch von den zentralen Stellen enorm unterstützt“, so Jähnel. Deshalb wird auch über ein Fußballcamp in Riesa nachgedacht.

Während des Besuchs konnte sich die Riesaer Delegation von der Dynamik überzeugen, mit der sich Shanghai und seine Stadtbezirke entwickeln. Besichtigungen führten die Gäste unter anderem in ein Industriegebiet, in dem auch deutsche Firmen, darunter Heidelberger Druckmaschinen, investiert haben. Qingpu ist ein Stadtbezirk im Westen Shanghais, der knapp 460 000 Einwohner hat. (SZ)

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