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Freitag, 05.10.2018

Riesa jubelt wieder in letzter Minute

Von Jürgen Schwarz

Für eine faustdicke Überraschung sorgte am 6. Spieltag der Fußball-Landesliga der SV Olbernhau. Der Neuling behielt beim bisherigen Spitzenreiter FC 1910 Lößnitz die Oberhand (2:1). In der Tabelle zogen der FC Grimma und Einheit Kamenz mit Auswärtssiegen an Lößnitz vorbei.

Dem Großenhainer FV (9.) gelang wenige Tage nach der bitteren Derby-Niederlage gegen Stahl Riesa (0:1) ein Teilerfolg im Pirnaer Willy-Tröger-Stadion (2:2). So richtig glücklich war man beim Vizemeister allerdings nicht, denn Paul Konrad Witschel per Heber (15.) und Torsten Marx mit einem sehenswerten Freistoßtor hatten bis zur 24. Minute für einen 2:0-Vorsprung gesorgt. Die Gastgeber kämpften unverdrossen um das Anschlusstor, mit dem Florian Kärger (1:2/40.) die Aufholjagd der Copitzer einleitete. Bis zur 88. Minute verteidigte der GFV seinen knappen Vorsprung. Oft stand Torwart Mirko Roßmüller im Mittelpunkt, der auch in der Schlussphase bei einem Freistoß zur Stelle war, aber gegen den Nachschuss von VfL-Kapitän Sebastian Scholz machtlos war. Am Samstag gastiert der Tabellen-Vorletzte SG Taucha 99 ab 15 Uhr in der Großenhainer Jahnkampfbahn.

Aufsteiger FSV Neusalza-Spremberg kassierte vor 220 Zuschauern in der Riesaer Feralpi-Arena die erste Saison-Pleite (2:3). Wie schon beim letzten Heimspiel gegen Markkleeberg (2:4 nach 2:0-Führung) sorgten die Stahl-Kicker für ein Wechselbad der Gefühle bei ihren Fans. Philipp Schröter (5.) und Leonard Schreiber hatten bis zur 16. Minute ein 2:0 für die BSG herausgeschossen, aber Marius Riedel (45.) sowie Kacper Haldas (80.) schafften mit ihren Treffern den Ausgleich. Diesmal aber gab es ein Happy End für die Riesaer, denn in der 90. Minute markierte Philipp Schröter das 3:2. In der Nachspielzeit sah Gäste-Akteur Radislav Sarelo noch die Rote Karte. Die Riesaer, die ihren zweiten Sieg in Folge feierten - mit dem Siegtor jeweils in der 90. Minute -, reisen am Samstag zum Oberliga-Absteiger nach Kamenz, der am Mittwochabend mit 2:0 in Markranstädt gewonnen hatte. Die Partie im Stadion der Jugend beginnt bereits um 14 Uhr. Die letzten beiden Punktspielduelle gab es in der Saison 2016/17. Stahl setzte sich zu Hause mit 3:0 durch, konnte aber in Kamenz eine 2:1-Führung nicht durchbringen und unterlag noch mit 2:4.

Die Radebeuler brachten einen Punkt aus Glauchau mit (1:1) und erfüllten damit die „Norm“, denn Trainer Matthias Müller hatte sieben Punkte aus drei Spielen gefordert. Nach zwei Heimsiegen gegen Niesky und Rapid Chemnitz zeichnete Erik Talke für das 1:0 der Karl-May-Städter verantwortlich (63.), sechs Minuten später gleich Ex-Profi Carsten Pfoh (266 Regionalliga- und Oberligaspiele) aus. Der Glauchauer Marcel Labrenz sah in der Nachspielzeit noch Rot. Der RBC kletterte in der Tabelle auf Rang sechs und empfängt am Samstag im Weinbergstadion den SSV Markranstädt (10.). Dann sitzt auch wieder „Lotte“ Müller auf der Trainerbank, der kurz zuvor aus dem Griechenland-Urlaub zurückkehrt. In der Vorsaison hatte der RBC zu Hause mit 0:2 verloren, aber aus Markranstädt (0:0) einen Zähler mitgebracht.

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