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Donnerstag, 09.08.2018

Rettungswache kommt mit in neues Feuerwehrhaus

Auch die dringend benötigten Horträume sollen auf dem Areal der alten Mittelschule entstehen. Ob und wie das möglich ist, müssen die Planer herausfinden.

Von Sven Görner

Die Tage der alten Mittelschule sind gezählt. Noch ist aber nicht ganz klar, was mit dem Gebäude wird.
Die Tage der alten Mittelschule sind gezählt. Noch ist aber nicht ganz klar, was mit dem Gebäude wird.

© Arvid Müller

Moritzburg. Seit der Sitzung des Gemeinderats Ende Mai ist nun endlich klar, wo das dringend benötigte neue Feuerwehr-Gerätehaus der Moritzburger Ortswehr gebaut werden soll (die SZ berichtete). Dort, wo seit Jahren der DDR-Plattenbau der früheren Mittelschule vor sich hindämmert. Also in unmittelbarer Nachbarschaft der sanierten und erweiterten Grundschule und des Kinderhauses Kleiner Moritz der Volkssolidarität.

Ob der Altbau in das Neubau-Vorhaben einbezogen wird, steht derzeit noch nicht fest. Moritzburgs Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) kann sich das allerdings nicht so richtig vorstellen.

Sicher sei indes inzwischen, dass die Moritzburger Rettungswache in dem geplanten Gerätehaus ebenfalls ein neues Domizil bekommen soll. Derzeit ist sie an der Schlossallee, gleich neben dem Parkplatz, untergebracht.

„Nach dem Grundsatzbeschluss zum Standort des Gerätehauses gab es mehrere Gespräche mit dem Landkreis“, so der Rathauschef. „Wir haben die definitive Zusage für den Umzug der Rettungswache.“

Diese Aussage des Landratsamtes ist wichtig, denn im kommenden Gemeinderat soll nun als nächster Schritt ein Planungsbeschluss gefasst werden. Mit diesem soll festgeschrieben werden, was die Planer alles berücksichtigen müssen. Auch wenn die überarbeitete Kostenschätzung erst Ende der Woche vorliegen soll, stehe bereits jetzt fest, dass aufgrund des Leistungsumfangs eine europaweite Ausschreibung erforderlich wird. „Die letzte Schätzung vor zwei Jahren war von Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro ausgegangen“, so Jörg Hänisch. Da hatte die Gemeinde allerdings nur mit fünf Stellplätzen im Gerätehaus gerechnet. Mit dem inzwischen beschlossenen neuen Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde ist für den Standort Moritzburg ein weiterer Platz dazugekommen. Eines der sechs Fahrzeuge gehört wie bisher zum Katastrophenschutz des Landkreises. Auch eine Drehleiter, die es bisher noch nicht gibt, ist vorgesehen. Und die Rettungswache muss nun auch noch bedacht werden. „Damit kommen wir bei den Planungskosten mit Sicherheit über den Schwellwert von 211 000 Euro, ab dem die europaweite Ausschreibung vorgeschrieben ist“, so der Bürgermeister.

Das größte Fragezeichen steht derzeit noch hinter den dringend benötigten neuen Horträumen. „Unser Ziel ist auf jeden Fall, diese möglichst auch mit an dem Standort zu errichten. Denn das wäre aufgrund der Nähe zum Kinderhaus und zur Grundschule die sinnvollste Variante“, sagt Jörg Hänisch.

Nach den jüngsten Gesprächen mit der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen, dem Betreiber des Kleinen Moritz und des Hortes, werden vier neue Räume benötigt. „Das ist keine Maximalvariante, würde aber die Situation entspannen. Ein kompletter Auszug des Hortes aus der Grundschule ist damit nicht vorgesehen.“ Ob es möglich und sinnvoll ist, für den Hort auf dem Areal ein eigenes Gebäude zu bauen oder ein gemeinsames, das mit einer Brandschutzwand unterteilt ist, müssen die Planer herausfinden.

Das ehrgeizige Ziel der Gemeinde sei es, bis zum Herbst mit den Planungen für das Gerätehaus so weit voranzukommen, dass die Fördermittelanträge gestellt werden können. „Geht alles gut, könnte der Bau noch 2019 starten.“ Zu wünschen wäre es den Kameraden. Schließlich wurde das Projekt seit 14 Jahren im Rat diskutiert.