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Samstag, 04.08.2018

Respektable Platzierungen

Das Team des SV Leisnig 90 setzt seine positive Entwicklung mit Platz drei fort, die Döbelner erreichen das Minimalziel.

Neuzugang Tomasz Stepniak hatte großen Anteil am Klassenerhalt des Döbelner SV III in der Mittelsachsenliga.
Neuzugang Tomasz Stepniak hatte großen Anteil am Klassenerhalt des Döbelner SV III in der Mittelsachsenliga.

© Jörg Schreiber

Es war eine erfolgreiche Entwicklung, die der SV Leisnig 90, Absteiger aus der Bezirksklasse in der Vorsaison, im Spieljahr 2017/18 fortsetzte. Mit 26:14 Punkten landete die Mannschaft aus der Bergstadt auf dem dritten Rang.

Nach den Startschwierigkeiten zum Saisonauftakt und einem vierten Platz zur Winterpause ging der Trend weiter nach oben. Um aber auch noch das Spitzenduo aus Burgstädt und Mühlau in Gefahr zu bringen, dafür hatten die Leisniger schon in der Hinrunde einige Punkte zu viel verschenkt. Erinnert sei an die ersten beiden Meisterschaftsspiele, in denen sich die Mannschaft dem Tabellenvierten Freiberg knapp mit 7:9 geschlagen geben musste und sich von Vize-Meister Mühlau Unentschieden trennte. Diese drei Zähler fehlten den Leisnigern schon in der Endabrechnung der ersten Halbserie. Ansonsten hätten sie von Anfang an noch viel deutlicher im Meisterschaftskampf mitmischen können. Denn dass die Mannschaft konkurrenzfähig ist, bewies sie nicht erst mit dem Remis gegen Titelträger Burgstädt. Auch in den Lokalderbys gegen den Döbelner SV III hatten die Leisniger ganz klar die Nase vorn. Sie gewannen diese prestigeträchtigen Duelle recht deutlich mit 12:3 beziehungsweise 10:5.

Auch die Einzelbilanzen der Muldenstädter konnten sich sehen lassen. Sven Lischke glänzte gar mit einem Meisterstück. Mit 21 Siegen und nur drei Niederlagen führte an ihm im unteren Paarkreuz kein Weg vorbei. Fast genau so erfolgreich präsentierte sich Sven Seifert, der mit 23:7 Punkten hinter seinem Mannschaftskameraden auf Rang zwei landete. Christian Rupf und Udo Görlitz im oberen sowie Udo Gaumnitz und Marcus Mehner im mittleren Paarkreuz, als auch Matthias Wolf, konnten ebenfalls auf sehr erfolgreiche Einzel-Bilanzen zurückblicken. Und selbst in der Doppel-Konkurrenz hatten die Leisniger ein ganz heißes Eisen im Feuer. Christian Rupf/Udo Görlitz platzierten sich mit 15:6 Zählern unmittelbar hinter der Döbelner Paarung Richard Rösler/Frank Imafidon auf Rang fünf.

Der Döbelner SV III erreichte mit Platz acht das Minimalziel Klassenerhalt (16:24). Allerdings hatten sich die Verantwortlichen vom Auftritt der Mannschaft noch etwas mehr versprochen. Zu Beginn der Saison sah es so aus, als könnte die neuformierte Vertretung in der Mittelsachsenliga schnell Fuß fassen. Mit drei Siegen aus den ersten vier Begegnungen war sie mittendrin im Meisterschaftskampf. Nur dem späteren Titelträger Burgstädt mussten sich die Muldenstädter geschlagen geben. So ging es aber nicht weiter. Bei der anschließenden Auswärtstournee, bei der die Döbelner an vier Spieltagen in Folge teils empfindliche Niederlagen einstecken mussten, rutschten sie gefährlich nah an die Abstiegszone heran. Am vorletzten Hinrunden-Spieltag kam es sogar zu einer Art Miniendspiel beim Kampf um den Klassenerhalt. Denn die DSV-Herren, die sich mittlerweile auf Rang acht wiederfanden, mussten, um nicht noch weiter abzurutschen, gegen Brand-Erbisdorf gewinnen. Mit 9:7 konnten sie sich schließlich knapp durchsetzen und zur Winterpause einen Vorsprung von drei Zählern auf die Abstiegsplätze herausarbeiten. Insgesamt kam die Mannschaft nach der Hälfte der Saison auf 8:12 Punkte.

Die Rückrunde versprach zunächst keine Besserung. Auch im Jahr 2018 stand das Sextett mit dem Rücken zur Wand. Erst mit dem Remis am vorletzten Spieltag gegen Vizemeister Mühlau und dem klaren Sieg zum Saisonfinale gegen den Tabellenvierten SV Saxonia Freiberg IV befreiten sich die Döbelner aus der Abstiegszone. Auch der Einsatz von Neuzugang Tomasz Stepniak und der Wiedereinstieg von Jens Driemecker halfen wirtschaften. Am Ende ging das Sextett mit einem Drei-Punkte-Vorsprung auf die SG Zschoppelshain durchs Ziel.

Viel hing in der abgelaufenen Saison davon ab, mit welcher Aufstellung die dritte Vertretung ins Rennen ging. Neben den sechs Stammspielern brachten die Döbelner nicht weniger als zwölf weitere Akteure an den Start. Das war Ligarekord. Als echter Dauerbrenner erwiesen sich Richard Rösler und Frank Imafidon. Beide absolvierten 18 der insgesamt 20 Begegnungen. Auch bei den Abschlussergebnissen ragten die beiden Nachwuchskräfte beim Tabellenachten heraus. Richard Rösler erarbeitete sich 29:7 Punkte und war damit der zweitbeste Spieler der Liga. Und der ursprünglich als Ersatzmann geplante Frank Imafidon überraschte mit einer 27:9-Bilanz die Konkurrenz. (DA/jsc)

Abschlusstabelle:


01. TTV Burgstädt IV 20 199:107 36:04

02. TTC Mühlau 20 196:111 33:07

03. SV Leisnig 90 20 183:125 26:14

04. SV Saxonia Freiberg IV 20 167:143 23:17

05. Lichtenauer SC 20 159:146 23:17

06. TTV Wittgensdorf 20 149:156 21:19

07. TTVG Oederan-Falk. V 20 133:176 17:23

08. Döbelner SV Vorwärts III 20 123:182 16:24

09. SG Zschoppelshain 20 133:169 13:27

10. SSV Brand-Erbisdorf 20 120:184 07:33

11. HSG Mittweida II 20 120:183 05:35

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