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Montag, 20.08.2018

Reinhardtsgrimma verpasst Pokalüberraschung

Von Falk Rösler

Der Copitzer Sebastian Felder (re.) im Duell mit Marco Niebylski vom TSV Reinhardtsgrimma. Der VfL II gewann mit 4:2. Foto: Andreas Weihs
Der Copitzer Sebastian Felder (re.) im Duell mit Marco Niebylski vom TSV Reinhardtsgrimma. Der VfL II gewann mit 4:2. Foto: Andreas Weihs

© Andreas Weihs

Es sind die Überraschungen, welche dem Fußball-Pokalwettbewerb sein besonderes Flair gegeben. Auch auf Kreisebene straucheln immer wieder klare Favoriten. Für den größten Knalleffekt bei den Kreispokal-Erstrundenduellen am Sonnabend sorgte das Ausscheiden von Kreisoberligist FSV Dippolsdiswalde bei der dritten Vertretung des VfL Pirna-Copitz.

Dem B-Kreisligisten genügte ein Treffer von Oliver Herber zum am Ende nicht unverdienten Weiterkommen. „Schlechtes Zweikampfverhalten, dazu eine fast schon ängstliche Spielweise und ein Schuss Unterschätzung des unterklassigen Gegners“, machte FSV-Mannschaftsleiter Mirko Gietzelt als Ursachen für die Blamage seiner Elf aus. Mit dem gleichen Resultat unterlag indes Kreisoberligist Reinhardtsdorf bei Außenseiter Lohmen/Wehlen, und sorgte damit für mächtig Frust im Traktor-Lager.

Schadlos hielten sich dagegen die weiteren Kreisoberligisten. So siegte Aufsteiger SG Wurgwitz mit 6:0 in Pretzschendorf durch Tore von Sten Jänsch (2), Andre Berger (2), Vincent Netz und Jan Oldenburg.

Sehr achtbar hielt sich A-Kreisligist TSV Reinhardtsgrimma gegen die Copitzer Reserve. Die Gäste, aufgestiegen in die Landesklasse, mussten sich nach einem 2:0-Pausenvorsprung noch mächtig strecken. Der TSV stellte in der Pause um und kam deutlich offensiver und mutiger aus der Kabine. „Schade, dass wir nach dem verdienten Anschlusstreffer mitten in unserer beste Phase das 1:3 kassiert haben“, resümierte Trainer Eric Klanthe nach dem Abpfiff.

Dennoch gelang den „Grimmschen“ noch mal der Anschluss, ehe ein Sonntagsschuss von Florian Göpfert (82. Minute) zum 4:2-Endstand die Partie endgültig zugunsten der Copitzer entschied. Die Treffer für die Reinhardtsgrimmaer erzielten Jörg Richter (55.) und Kevin Fischer (75.).

Einen Gästesieg gab es ebenfalls im mit Spannung erwarteten Nachbarschaftsduell zwischen Wilsdruff und Kesselsdorf. Philipp Lotze erzielte für die Gäste im Parkstadion nach 39 Minuten das Tor des Tages.

Motor Mannschaftsleiter Jens Gnannt bezeichnete Kesselsdorfs Pausenführung als „verdient, doch im zweiten Spielabschnitt hätten wir den Ausgleich verdient gehabt.“ Zwei Riesenchancen ließ die Heimelf ungenutzt. Kesselsdorf überzeugte nur noch in der Defensive und brachte den knappen Vorsprung so über die Zeit.

Ein echtes Desaster erlebten die Altenberger gegen Schönfeld. Lieferte man sich in der Vorsaison noch Kreisoberligaduelle auf Augenhöhe, gingen die Bergstädter zum Start ins neue Fußballjahr völlig unter.

Mit 1:11 ging die BSG Stahl unter. „War die erste Halbzeit, trotz eines 0:3 Rückstandes, noch einigermaßen respektabel, ging es bei uns in Hälfte zwei drastisch bergab. Gefühlt erzielten die Hochländer bei jedem Angriff einen Treffer“, sagte der maßlos enttäuschte BSG-Mannschaftsleiter Martin Bachmann. Ähnlich deutlich verlor in der ersten Runde nur Chemie Dohnas Zweite beim 0:10 gegen Stadtrivale Gorknitz.

„Einen klaren unspektakulären Sieg mit klaren Spiel- und Chancenvorteilen“, sah Dorfhains Abteilungsleiter Wieland Saupe beim 3:1-Sieg seiner Mannschaft in Struppen. Die Gastgeber mussten nach einer Roten Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung 65 Minuten in Unterzahl spielen.

Gleich zwei Kreischaer Teams weiter

Nur in der Anfangsphase konnte die Hartmannsdorfer Reserve ihren Mohorner Gästen Paroli bieten. Früh durch eine „Bogenlampe“ aus 30 Metern von Spielertrainer Tony Heber in Führung gegangen, zog Leopold Eppelmann mit seinen zwei Treffern binnen 120 Sekunden Mitte der ersten Halbzeit der Empor-Elf etwas den Nerv. Die Gastgeber verkürzten zwar noch vor der Pause, legten aber nicht nach, so dass Johannes Nicks mit dem 4:1 in der 83. Minute „den Sack zu machte zum verdienten Weiterkommen“, resümierte Tony Heber.

Kein Happy-End gab es für die Glashütter anlässlich ihrer Feierlichkeiten zum 95-jährigen Vereinsjubiläum. Im Abendspiel setzten sich die Gäste aus Kreischa mit 3:0 durch. Nach torloser erster Halbzeit und einer sehr lautstarken Kabinenansprache machte der TSV ernst und kam durch Treffer von Mark Büttner, Maximilian Dorn und Etienne Jens Klemm zu einem standesgemäßen Sieg. Abgehakt waren damit bei den Kreischaern auch die Querelen um die ungewohnte Anstoßzeit, bei der sich die Gäste völlig übergangen fühlten. Und tags darauf konnte auch die Reserve des TSV jubeln. Sie gewann am Sonntag mit 4:1 gegen Favorit Ullersdorf. (mit skl)