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Samstag, 14.07.2018

Räte stimmen gegen Straßenbau

Der Pommlitzer Weg in Mischütz soll saniert werden. Das verzögert sich nun jedoch – aus gutem Grund.

Von Eric Mittmann

Die Oberflächeninstandsetzung des Pommlitzer Weges verzögert sich. Die Gemeinde möchte sich zunächst vor Ort mit der Baufirma treffen, die den Auftrag erhalten soll.
Die Oberflächeninstandsetzung des Pommlitzer Weges verzögert sich. Die Gemeinde möchte sich zunächst vor Ort mit der Baufirma treffen, die den Auftrag erhalten soll.

© Dietmar Thomas

Zschaitz-Ottewig. Noch bevor der Beschluss vorgestellt wurde, stand fest: Die Oberflächeninstandsetzung des Pommlitzer Weges wird sich verzögern. Der Auftrag dazu sollte in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats von Zschaitz-Ottewig vergeben werden. Bereits während der ordnungsmäßigen Bürgerfragestunde entschieden die Räte jedoch, dass die Bauweise zunächst überdacht werden müsse. Den Grund lieferten Anwohner aus Mischütz, die zur Sitzung mit der Bitte erschienen waren, einen Vororttermin mit der zuständigen Baufirma zu vereinbaren. Ebenso wie andere Teile der Region Döbeln war der Ort schwer von den Unwettern Anfang Juni getroffen worden. Bäume waren umgestürzt, Felder wurden vom Hagel erwischt. Wasser war über den Pommlitzer Weg in die anliegenden Häuser gelaufen und hatte eine dicke Schlammschicht hinterlassen. „Wir sind dort noch immer am Aufräumen. Es gibt einiges zu tun“, sagte Immo Barkawitz (Freie Wähler), Bürgermeister der Gemeinde. „Wir müssen den Schlamm wegräumen, Abflüsse und Durchlässe müssen repariert werden. Darüber hinaus hat es Teile des Teichabflusses weggespült.“

Bei dem Termin wollen die Anwohner klären, ob die Straße so gebaut werden könnte, dass das Wasser künftig durch die Gärten abfließt und nicht erst in ihre Häuser eindringt. Eine gute Idee, wie auch Bürgermeister Barkawitz sagt. „Wir werden uns am Dienstag noch einmal vor Ort mit der Baufirma treffen, die den Auftrag erhalten soll.“ Drei Angebote gingen bei der Gemeinde ein. Die Verwaltung entschied sich für das Günstigste der Andrä Straßen- und Wegebau GmbH. Sie soll die Oberflächeninstandsetzung für etwa 47 000 Euro übernehmen. „Im Idealfall können wir den Bau dann beim nächsten Gemeinderat beschließen“, erklärte Barkawitz. „Zur Not müssen wir dazu eben einen im August veranstalten.“

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