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Donnerstag, 11.10.2018 Kommentar

Radfahrer haben keine Priorität

Der Radweg ist bei Bobersen in schlechtem Zustand. Riesa, Zeithain und der Landkreis lehnen die Verantwortung ab – Antje Steglich über den Elberadweg in Zeithain.

SZ-Redakteurin Antje Steglich
SZ-Redakteurin Antje Steglich

© Lutz Weidler

Deutschlands beliebteste Radroute windet sich auf 1 260 Kilometern zwischen Spindlermühle und Cuxhaven – doch zwischen Moritz und Bobersen macht der Elberadweg keinen Spaß. Die Umleitungen und der teils schlechte Zustand nerven seit Jahren.

Und wenn man schon den Kopf schüttelte, als die Landestalsperrenverwaltung 2015 ein Stück des Radweges abbaggerte, um den Neubau erst fünf Jahre später anzugehen. Dann kommt man wohl aus dem Staunen nicht mehr heraus, dass 20 Jahre nach dem Bau die Eigentumsverhältnisse noch nicht endgültig geklärt sind. Es ist verständlich, dass Riesa den Fokus nicht auf die Exklave auf der anderen Elbseite legt. Aber es ist schon peinlich, dass die Verwaltungen seit Jahren von den unklaren Verhältnissen wissen und trotzdem mit dem Finger auf den jeweils anderen zeigen.

Klar, das ist die einfachste Lösung und kostet nichts. Aber es zeigt auch, welchen Stellenwert Fahrradfahrer in unserer Region haben. Eine ordentliche Infrastruktur könnte sehr wohl zur Sicherheit der Radfahrer beitragen und auch dazu, dass mehr Menschen das Auto gegen das Rad eintauschen. Das ist aber Zukunftsmusik.

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