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Montag, 08.10.2018

Radebeul mit Chancen für drei Spiele

Radebeul. Zwei Punkte nach den ersten drei Saisonspielen, zehn Zähler aus den folgenden vier Partien. Der sportliche Höhenflug der Radebeuler Landesliga-Kicker spiegelt sich auch in der Tabelle wieder, denn der RBC ist im oberen Drittel des 16er Feldes angekommen. Und trotzdem fand Trainer Matthias Müller nach dem ungefährdeten 2:0 (2:0)-Heimsieg über den SSV Markranstädt noch ein Haar in der Suppe: „Wir hätten 4:0 oder 5:0 gewinnen müssen. Allein unser Argentinier Rosendo verpasste vier klare Chancen.“ Trotz der Kritik waren die entspannten Gesichtszüge beim 63-Jährigen unübersehbar, was nicht nur an den erholsamen Urlaubstagen auf Chalkidiki in Nordgriechenland lag. „Ich kann mich auf meinen Co-Trainer Niki Maglica voll und ganz verlassen. Die Jungs waren gut drauf und haben die Vorgaben gut umgesetzt. Erik Talke hat der Abwehr viel Stabilität verliehen, Felix Graage auf der Sechser-Position klug die Fäden geknüpft und vorn haben Horacio Rosendo und Benno Töppel ihre Erfahrung und individuelle Klasse in die Waagschale geworfen.“

Vor einer leider wieder spärlichen Kulisse – 50 Besucher verloren sich im Weinbergstadion – erzielten Philipp Schramm mit einem kapitalen Distanzschuss (4.) und Kapitän Felix Graage nach sehenswerter Vorarbeit von Florian Müller (44.) die Tore der Gastgeber.

Der Ex-Oberligist aus Markranstädt versuchte mit einer eher recht harten Gangart Eindruck zu erzielen, aber das war ein schier aussichtsloses Unterfangen. Denn auch die Radebeuler erwiesen sich durchaus nicht als zimperlich, sodass Schiedsrichter Sebastian Runge einen recht anspruchsvollen Nachmittag verlebte. Insgesamt zückte der Referee aus Schöpstal zehn Gelbe Karten (4/6) und zeigte dem Markranstädter Christopher Griebsch dann auch noch Gelb-Rot (79.).

Erst in zwei Wochen steht das nächste Punktspiel an. Müller verzichtet auf ein Testspiel am kommenden Pokal-Wochenende: „Unser Kader ist zu klein, ich will da kein Risiko eingehen. Ich denke, die Automatismen sind jetzt vorhanden und wir können uns in Ruhe und konzentriert für das sicher anspruchsvolle Gastspiel in Riesa vorbereiten.“

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