• Einstellungen
Donnerstag, 11.10.2018

Pulsnitzer Sanitätshaus Schaub zieht um

Neuer Firmensitz wird das ehemalige Autohaus an der Bischofswerdaer Straße sein. Der Umbau ist in vollem Gange.

Von Bernd Goldammer

Stefan Meyer, Geschäftsführer der Firma Schaub, kam 1992 aus dem Schwarzwald nach Pulsnitz und blieb. Im Moment bereitet er den Umzug in das ehemalige Autohaus an der Bischofswerdaer Straße 24 vor.
Stefan Meyer, Geschäftsführer der Firma Schaub, kam 1992 aus dem Schwarzwald nach Pulsnitz und blieb. Im Moment bereitet er den Umzug in das ehemalige Autohaus an der Bischofswerdaer Straße 24 vor.

© Bernd Goldammer

Pulsnitz. Drei Standorte hat die Pulsnitzer Schaub GmbH. Die Zentrale befindet sich in der Pfefferkuchenstadt. Kerngeschäft ist der Vertrieb von Sanitätshausartikeln und Rehatechnik. Die Firma arbeitet im Moment an einer Erweiterung, deshalb verlagert sie ihren Sitz in die Bischofswerdaer Straße 24. Weitere Geschäfte befinden sich in Kamenz und in Leezen, Mecklenburg Vorpommern.

Geschäftsführer Stefan Meyer ist gelernter Orthopädiemechaniker Rehatechniker. „Ich habe meine Ausbildung bei der Firma Schaub KG in Freiburg absolviert. Eigentlich wollte ich dort auch in Rente gehen“, sagt er. Anfang 1992 bat ihn ein behinderter Freund um Unterstützung. Er war in Pulsnitz tätig und sollte die neue Firma aufbauen. „Ich wollte schon immer nach Ostdeutschland reisen. Die Gelegenheit war gut. Ich packte meinen Koffer für ein paar Tage. Doch es kam anders. In dieser Zeit verliebte ich mich nämlich in die Stadt, die Landschaft und die Mentalität der hiesigen Leute“, erinnert er sich. Er blieb, und noch im selben Jahr wurde die Schaub GmbH gegründet. „Wir sind eigenständig, arbeiten allerdings eng mit der deutschlandweit tätigen Schaub KG in Freiburg im Schwarzwald zusammen.“

Erster Firmensitz in Pulsnitz wurde das BHG-Gebäude an der Schäferei. Das ist 26 Jahre her. Von hier aus wurde die Firma aufgebaut. „Ich fand gute Mitarbeiter für unsere Vorhaben.“ Heute beschäftigt das Unternehmen 14 Angestellte. Zusammen betreuen sie immerhin 2 000 Patienten in der Region mit allem, was pflegebedürftige Menschen an Sanitätshausprodukten und moderner Reha-Technik brauchen. In Zukunft wird hier alles noch optimiert. Denn die Bedingungen verbessern sich – sowohl für Kunden, Lieferanten und die Schaub-Mitarbeiter. Der Zugang ist behindertengerecht. Zum Service gehört auch umfangreiche Produktberatung. Rollstühle, Rollatoren und andere Reha-Technik werden auf die Wünsche der Kunden hin optimiert.

Den Start feiert die Firma am 22. Oktober mit einem Tag der offenen Tür. „Wer sich unser Geschäft an diesem Tag ansehen möchte, den begrüßen wir mit Sekt und Kaffee“, so Stefan Meyer. Und es gibt noch eine weitere Überraschung. Auf alle freiverkäuflichen Produkte gibt es am Eröffnungstag einen Rabatt von zehn Prozent. Doch im Moment haben hier noch die Handwerker das Sagen. Es wird getischlert und gemalert. Im Verkaufsraum sind allerdings schon die Profi Reiniger der Pulsnitzer Firma Richter Gebäudereinigung bei der Arbeit. „Für uns gilt: Alle Arbeiten werden an einheimische Firmen vergeben“, sagt Stefan Meyer. Regionale Zusammenarbeit hilft allen Beteiligten, so sein Prinzip.

Das gilt auch für den Umgang mit seinen Mitbewerbern zwischen Görlitz und Dresden. „Wir treffen uns regelmäßig und informieren uns über Neuerscheinungen oder aktuelle Themen.“ Leben und leben lassen sei dabei das Prinzip. Denn eins ist sicher: Die Arbeit wird für alle Teilnehmer auf dem Gesundheitsmarkt keineswegs leichter. Die Macht der Krankenkassen sei weiter angewachsen, ein enormer Preisdruck entstanden. Zentrale Vorschriften seien längst nicht so patientenfreundlich, wie sich das leidenschaftliche Orthopäden und Medizinprodukteberater vorstellen.

Auch die Mitarbeiter der Firma Schaub GmbH müssen sich dafür immer wieder neu aufstellen. „Ich habe mit meinen Mitarbeitern in allen drei ostdeutschen Filialen großes Glück gehabt. Sie sind teamfähig und arbeiten leidenschaftlich für ihre Patienten“, sagt Stefan Meyer. Und von der Schönheit des Pulsnitzer Landes konnte Stefan Meyer seine ganze Familie überzeugen. Sie sind inzwischen auch Pulsnitzer geworden.