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Donnerstag, 18.01.2018

Prepaid-SIM-Karten -

auch hier lassen sich gute Angebote nutzen. Obwohl gewöhnliche Handyverträge heute deutlich günstiger geworden sind,

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Heute spielt auch für die Kommunikation mehr und mehr das Internetvolumen eine wichtige Rolle - den Messengern sei Dank. | Foto: HeikoAL (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Heute spielt auch für die Kommunikation mehr und mehr das Internetvolumen eine wichtige Rolle - den Messengern sei Dank. | Foto: HeikoAL (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Zu wem passt eine Prepaid-Karte? | Foto: E1N7E (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Zu wem passt eine Prepaid-Karte? | Foto: E1N7E (CC0-Lizenz) / pixabay.com

als sie es noch vor einigen Jahren waren, sind Prepaidkarten weiterhin beliebt. Gründe, sich für eine Prepaid-SIM zu entscheiden, gibt es natürlich viele. Nicht jeder möchte seine private Handynummer und Daten an jeden herausgeben und nutzt daher eine Prepaid-Karte mit deren Rufnummer als zweite SIM. In anderen Fällen dient die Prepaid-Karte als SIM-Karte für Surfsticks oder in einem Zweithandy. Da sich die Tarifstruktur für Prepaidkarten deutlich geändert hat, gibt es hier ebenfalls viele Angebote zu entdecken, die sich preislich für Nutzer lohnen. Dieser Artikel gibt einen Überblick.

Wo liegen die Vorteile einer Prepaid-Karte?

Zuerst sei gesagt, dass sich eine Prepaid-SIM nicht für jeden eignet. Wer sein Handy andauernd nutzt, sehr viel telefoniert und ständig mit dem Handy online ist, ist mit einem Vertrag besser bedient. Handybesitzer, die allerdings das Handy zwar bei sich tragen, zu Hause aber ausschließlich im WLAN unterwegs sind und die eher mal angerufen werden, als dass sie selbst anrufen, kommen mit Prepaid-Karten oft sehr gut zurecht. Mittlerweile gibt es sogar Angebote, bei denen eine komplett kostenlose Sim Karte dazu gehört. Und das aus mehreren Gründen:

  • Ausnutzung - normale Handyverträge mit Flatrates kosten einen monatlichen Fixpreis, der stets bezahlt werden muss, auch wenn das Handy nicht genutzt wurde. Viele Handynutzer zahlen also praktisch monatlich für Leistungen, die sie nicht in Anspruch nehmen. Bei einer Prepaid-SIM ist das anders. Hier lässt sich zwar mittlerweile ebenfalls zwischen verschiedenen Tarifen wählen, doch letztendlich wird nur das bezahlt, was genutzt wird, da zuerst das Prepaidkonto aufgeladen und im Anschluss aufgebraucht wird.
  • Zweitgerät - viele Menschen, die am Wochenende gerne mal unterwegs sind oder auch auf den Campingplatz fahren, möchten dort zwar erreichbar sein, aber nicht ihr übliches Handy nutzen. Verständlicherweise, immerhin dient das Privathandy in Augen vieler Vorgesetzter längst als Firmenhandy. Mit einer Prepaid-SIM lässt sich die Erreichbarkeit im privaten Umfeld sicherstellen - und der Vorgesetzte stört nicht beim Grillfest.
  • Auswahl - es gibt dutzende Anbieter und Tarife für Prepaid-Karten. Kunden können wählen, auf welches Gebiet sie einen Schwerpunkt legen und ob sie mitunter Zusatzoptionen buchen.
  • Einfachheit - eine Prepaidkarte ist ohne Abfrage der Schufa und weiterer Schwierigkeiten erhältlich. Allerdings müssen sich Nutzer heute bei der Bestellung ausweisen, da die Nummer einer Person zugeordnet werden muss.
  • Sparen - gerade Wenignutzer sparen durch eine Prepaid-SIM. Durch den Wegfall monatlicher Gebühren lassen sich die Telefonausgaben deutlich reduzieren.
  • Mindestlaufzeit - das ist mit einer der wichtigsten Vorteile einer Prepaid-SIM. Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit und der Nutzer entscheidet selbst, wann und wie lange er die Karte nutzt.

Was macht ein Prepaid-Angebot günstig?

Grundsätzlich und mit Sicherheit günstig ist eine Prepaid-SIM natürlich nicht. Wer extrem viel surft und telefoniert und dadurch alle paar Tage das Guthaben neu aufladen muss, spart mit Prepaidlösungen nicht, sondern ist mit einem Handyvertrag besser beraten. Für Wenignutzer oder für Zweithandys gibt es jedoch wunderbare Möglichkeiten, einen kostengünstigen Prepaidtarif zu wählen. Dabei kommt es auf folgende Punkte an:

  • Handynutzung - bei Prepaid-SIM-Karten lässt sich die Handynutzung sehr genau abstimmen und natürlich kontrollieren. Wer überwiegend telefoniert, sollte auf einen Tarif mit günstigen Minutenpreisen achten - oder aber ein monatlich zubuchbares Paket nutzen, welches die uneingeschränkte Telefonie erlaubt. Dasselbe gilt für die Internetnutzung. Viele Prepaidanbieter stellen ihren Kunden heute Volumenpakete zur Verfügung, die deutlich günstiger sind als die Internetverbindung über die Prepaidkarte ohne ein solches Paket.
  • Netz - bei Prepaidkarten kosten Telefonate in andere Netze oder auf das deutsche Festnetz oft mehr. Es sollte daher ein Netz gewählt werden, das auch die Freunde und Bekannten, die überwiegend angerufen werden, nutzen.
  • Angebote - oftmals können neue Prepaid-Karten in Verbindung mit einem vergünstigten Paket gekauft werden. Nutzer sollten unbedingt darauf achten, ob nicht gerade ein solches Angebot zur Verfügung steht.
  • Dienste - es gibt Prepaidanbieter, die Pakete für bestimmte Dienste bereitstellen. So können Nutzer beispielsweise ein Paket für WhatsApp abschließen. Nutzen sie nun den Messenger mit diesem Paket, geht das hierüber verbrauchte Internetvolumen nicht vom restlichen Datenvolumen ab.
  • Eigene Zusammenstellung - für viele Handynutzer ist ein Prepaidtarif sinnvoll, den sie sich selbst zusammenstellen können. Bei diesen Modellen wird das Guthabenkonto aufgeladen und der Nutzer legt über das Handy oder über einen Computerzugang selbstständig fest, wie das Guthaben genutzt wird. Er kann sich beispielsweise für eine Verteilung von 70 Prozent Datenvolumen, 20 Prozent Telefonie und 10 Prozent SMS entscheiden.

Worauf sollte man achten?

Allzu viel gibt es bei einer Prepaid-SIM nicht zu beachten. Immerhin steht dahinter ein Guthabenkonto, welches, wenn es leer ist, schlichtweg nicht genutzt werden kann. Wer das Guthabenkonto jedoch von seinem Bankkonto über eine Lastschrift aufladen lässt, sollte bei gebuchten Paketen oder auch bei neuem Datenvolumen ein wenig aufpassen. Es gibt im Kleingedruckten teilweise die Klausel, dass das Guthaben automatisch aufgeladen wird, wenn es zuneige geht. Ansonsten gilt:

  • Pakete - sie sollten monatlich zubuchbar sein und nicht automatisch verlängert werden. Bei einer automatischen Verlängerung wird das Guthabenkonto sonst aufgeladen, sofern ein Lastschriftauftrag vorliegt.
  • Laufzeiten - viele Pakete besitzen bestimmte Laufzeiten. Teils sind es einige Tage, teils auch ein Monat. Nach Ablauf der Laufzeit ist das Paket nicht mehr nutzbar, eventuell nicht genutztes Volumen verfällt also. Wer sich für die Nutzung eines sich automatisch verlängernden Pakets entscheidet, sollte daher vorab testen, welches Volumen überhaupt benötigt wird.
  • SIM-Karte - wer bereits ein Handy von einem Anbieter gekauft oder es in Verbindung mit einer anderen Prepaid-Karte erworben hat, muss beim Wechsel auf eine neue Karte prüfen, ob das Handy gebrandet ist und eine Fremdkartensperre hat. Diese muss zuerst - kostenpflichtig - aufgehoben werden.

Fazit - Prepaid-Karten sind kein Auslaufmodell

Gerade für diejenigen, die ein Handy haben, um schlichtweg erreichbar zu sein, oder für ein Zweitgerät sind Prepaid-SIM-Karten ideal. Dank der neuen Prepaidtarife und Paketen kann sich jeder Nutzer praktisch seinen eigenen Tarif zusammenstellen und zahlt nur für das, was er verbraucht. Dennoch sollte, wie bei jedem anderen Kauf auch, vorab ein Vergleich durchgeführt und überlegt werden, was gebraucht wird.

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