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Donnerstag, 13.09.2018

Prausitzer Treppenwitz

Die Eingangstreppe der Kindertagesstätte wurde abgerissen. Dumm nur, dass die neue Treppe noch nicht da ist.

Von Jürgen Müller

Treppe weg, Eingang abgesperrt: Kita-Leiterin Katja Schröter vor der fehlenden Treppe.
Treppe weg, Eingang abgesperrt: Kita-Leiterin Katja Schröter vor der fehlenden Treppe.

© Lutz Weidler

Hirschstein. Die rund 70 Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ müssen derzeit die Einrichtung durch die Hintertür betreten. Der Grund: Die Haupttreppe ist verschwunden. Die alte, marode Eingangstreppe der 1989 gebauten Einrichtung wurde schon vor einigen Wochen abgerissen und sollte durch eine moderne, verzinkte Stahlkonstruktion ersetzt und gleichzeitig baulich an die bereits vorhandene Kinderwagenrampe angepasst werden. Der Abriss erfolgte planmäßig, schließlich ist der Plan Gesetz. Dumm nur, dass die neue Stahltreppe noch gar nicht da ist. Und zwar bis heute nicht, obwohl der Umbau bereits in den Sommerferien, wenn nicht so viele Kinder in der Einrichtung sind, geschehen sollte.

Aufgrund von Lieferschwierigkeiten verzögere sich der Einbau der neuen Treppenanlage, sagt Hirschsteins Bürgermeister Conrad Seifert (CDU) auf SZ-Nachfrage. Das habe die Baufirma Schulz aus Prausitz der Gemeinde mitgeteilt. Da war die alte Treppe schon weg. „Wir wollten den Zeitplan einhalten, haben nicht bedacht, dass die neue Treppe nicht rechtzeitig geliefert werden könnte“, räumt Seifert ein. Und muss nun mit dem Prausitzer Treppenwitz leben. Der Zugang zur Kindertagesstätte sei aber jederzeit möglich durch den Kellereingang. Auch zwei Fluchtwege seien vorhanden. Neben dem Keller ist dies eine außen angebrachte Fluchttreppe.

Selbst wenn die neue Treppe pünktlich geliefert worden wäre, hätte sie nicht eingebaut werden können. Denn auch die notwendigen Anpassungsarbeiten konnten noch nicht ausgeführt werden. „Aufgrund der guten Auftragslage ist es schwierig, Termine bei Handwerksbetrieben zu finden“, so der Bürgermeister. Es wurden jetzt Angebote angefordert. Die Eltern seien informiert und hätten großes Verständnis gezeigt. Conrad Seifert hofft, dass die neue Stahltreppe nun innerhalb der nächsten zwei Wochen eintrifft. Dann soll sie zügig eingebaut werden. Lita-Leiterin Katja Schröder gewinnt der Sache auch einen positiven Aspekt ab: „Dann können unsere Kinder die Bauarbeiten beobachten. Wann haben sie schon mal Gelegenheit, Handwerkern bei der Arbeit zuzusehen?“

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