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Mittwoch, 11.07.2018

Polizei befragt Nowitschok-Opfer

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Das Salisbury District Hospital, in dem der 45-jährige Vergiftete behandelt wird.
Das Salisbury District Hospital, in dem der 45-jährige Vergiftete behandelt wird.

© Steve Parsons/PA Wire/dpa

London/Salisbury. Die britische Polizei versucht weiter herauszufinden, wie ein Pärchen in Südengland mit dem Kampfstoff Nowitschok in Kontakt kam.

Die 44 Jahre alte Frau war am Sonntag gestorben, der Mann liegt im Krankenhaus. Polizisten hätten kurz mit dem vergifteten Briten sprechen können, teilte Scotland Yard am Mittwoch mit. Der 45-Jährige ist erst seit Dienstag wieder bei Bewusstsein. Am Mittwoch teilten die Ärzte mit, er sei nicht mehr in kritischem Zustand und habe sich über Nacht weiter erholt. In den nächsten Tagen solle es in enger Absprache mit den Ärzten weitere Gespräche geben, erklärte die Polizei.

Das britische Pärchen war Ende Juni mit Vergiftungserscheinungen in Amesbury gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden einen Behälter mit dem Nervengift berührt haben müssen. Die Dosis des Kampfstoffes sei sehr hoch gewesen. Untersucht wird, ob es Verbindungen zum Fall Skripal gibt. Unweit von Amesbury, in Salisbury, waren der russische Ex-Spion Sergej Skripal (67) und seine Tochter Julia (33) im März infolge eines Anschlags ebenfalls mit dem Nervengift in Kontakt gekommen.

Scotland Yards Anti-Terror Spezialist Neil Basu erklärte, es sei weiterhin nicht sicher, dass die beiden Fälle miteinander zu tun hätten. Alles andere sei aber angesichts des seltenen Gifts wenig plausibel. So lange man nicht wisse, wie die beiden Briten mit dem Kampfstoff in Berührung kamen, könne er leider auch nicht versprechen, dass die Gegend nun absolut sicher sei. (dpa)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. LP

    Hat "man" denn wenigstens in den vielen vergangnen Monaten ermittelt, wo und wie die Skripals mit dem Zeug in Kontakt gekommen sind? Beide sind ja inzwischen wieder verfügbar. Bei der Gefährlichkeit des Giftes und der offenbar doch recht schnellen Wirkung sollten die beiden doch sagen können, was wann in ihrer Umgebung los war. Oder irre ich mich da?

  2. Manfred Hengst

    Die Frage von Nr, 1 ist doch nicht mehr relevant. Es geht doch noch darum es den Russen unterzuschieben , statt ihr eigenes Geheimdienstlabor zu untersuchen.

  3. Ingrid B.

    Einen Behälter mit Nervengift berührt haben müßen.in der nächsten Apotheke der russischen Botschaft oder bei MC Donalds.Was sin das für geheimnisvolle Menschen oder was tischt man uns als nächstes auf.

  4. C.G.

    @1 - Meines Wissens wurde das ermittelt. Beide kamen durch die präparierte Türklinke an ihrer Wohnung mit dem Gift in Kontakt.

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