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Montag, 04.06.2018

Pirna-Copitz verlängert mit Trainer Paulus

Der VfL feiert einen 3:1-Sieg beim Reichenbacher FC. Der Klassenerhalt ist greifbar nah.

Von Jürgen Schwarz und Andreas Reiche

Frank Paulus bleibt für ein Jahr Coach beim VfL Pirna-Copitz.
Frank Paulus bleibt für ein Jahr Coach beim VfL Pirna-Copitz.

© Marko Förster

Pirna. Zwei Spieltage vor dem Saisonende kann man beim VfL Pirna-Copitz zumindest etwas durchatmen. Das Team von Trainer Frank Paulus und Enrico Mühle hat mit dem 3:1 (1:1)-Auswärtserfolg beim Reichenbacher FC einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan.

„Wir haben uns die ganze Woche auf diese wichtige Partie fokussiert“, sagte Paulus. Verlieren verboten, lautete die Devise für beide Teams. „Der Druck, diese Partie unbedingt gewinnen zu müssen, lag aber beim Gastgeber“, hatte Mühle im Vorfeld auf die kritische Tabellensituation der Reichenbacher hingewiesen. Der Trend aus den letzten fünf Partien sprach außerdem für die Gäste. Der VfL brachte es auf zehn Punkte, während Reichenbach nur vier auf der Habenseite verbuchen konnte.

Die Gäste machten von Beginn an Nägel mit Köpfen und gingen schon nach zehn Minuten durch Florian Kärger in Führung. Johannes Gemeinhardt gelang nur neun Minuten später der Ausgleich zum 1:1-Pausenstand. Marco Fischers Treffer in der 71. Minute zur erneuten Pirnaer Führung ließ die gesamte Copitzer Bank frenetisch jubeln. „Da hatte ich eigentlich schon ein gutes Gefühl“, brachte Paulus seine Gemütslage auf den Punkt. Für die endgültige Entscheidung sorgte John-Benedikt Henschel mit seinem Treffer zum 3:1 drei Minuten vor dem Schlusspfiff. Zwei Wochen vor Beginn der Fußball-WM wartete Paulus sogar mit dem Lob „Weltklasseleistung“ für sein Team auf. Vielleicht ging mit dem ehemaligen Bundesligaprofi auch deswegen etwas der (Fußball-)Gaul durch, weil sich Geschäftsführer Oliver Herber und Paulus in der Vorwoche über eine Verlängerung der Trainertätigkeit um ein Jahr geeinigt hatten. Zuvor war schon bekannt geworden, dass mit Torhüter Ron Wochnik sowie Stefan Höer und Eric Prentki drei neue Spieler aus Kamenz kommen. Der VfL will „mit Blick auf die laufende Saison und den respektvollen Umgang mit allen Beteiligten erst nach dem letzten Spieltag mögliche Neuzugänge und Vereinswechsel offiziell bestätigen.“ Klingt spannend.

Von Barcelona ins Weinbergstadion


Die BSG Stahl Riesa setzte sich bei Lipsia Eutritzsch (15.) vor mehr als 300 Zuschauern mit 2:0 (0:0) durch. Paul Kiontke markierte in der 78. und 90. Minute seine Saisontore 18 und 19. Trainer Daniel Küttner: „Das war taktisch schon irgendwie vorausberechnet. Und auch ein wenig den Platzverhältnissen geschuldet.“ Der Platz im Leipziger Stadtteil Eutritzsch weist eine Besonderheit auf, denn er fällt nach einer Seite hin etwas ab. Da Kapitän Marcus Hesse die Seitenwahl vor dem Spiel für sich entschied, spielte Riesa zunächst quasi bergauf. „Wir wussten um die Heimstärke der Hausherren. Wir wollten sie erst einmal sich austoben lassen, uns auf die Defensive konzentrieren. Und sie damit natürlich auch müde spielen. Das ist uns gelungen“, frohlockte Küttner.

Eintracht Niesky buchte beim 1:1 (1:1) in Markkleeberg bereits den 23. Auswärtspunkt (von insgesamt 40 Zählern). Martin Vojtisek (31.) brachte die Gäste in Führung, Philipp Galetzka glich praktisch mit dem Pausenpfiff zum Endstand aus.

Ein Spektakel erlebten die wenigen Besucher im Radebeuler Weinbergstadion. „Die erste Halbzeit war die beste, die ich gesehen habe, seit ich in Radebeul arbeite“, meinte Trainer Matthias Müller nach dem 6:3-Heimsieg über den FC Grimma. Überragender Spieler war RBC-Kapitän Benno Töppel, der drei Tore erzielte. „Ich bin erst in der Nacht vor dem Spiel in Dresden gelandet. Ich hatte beruflich in Barcelona zu tun und sah wohl recht müde aus. Der Trainer hat mich gefragt, ob ich spielen kann. Nach einer Stunde war ich aber kaputt.“