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Freitag, 13.07.2018

„Pechhexe“ verhindert neue Kreisbestleistung

Von Frank Tillig

Beim „13. Seenland 100“, dem größten Breitensportspektakel in Südbrandenburg, an dem fast 2 500 Sportler teilnahmen, versuchte der Görlitzer Patrick König (Euromarathon/Falken) gleich zweimal, die Kreisbestleistung über zehn Kilometer von Altmeister Uwe Hänsch (33:02 min) aus dem Jahr 1998 zu knacken. Doch irgendwie klebt die „Pechhexe“ an seinen Laufschuhen. Am Freitag durchlief er die Wendemarke in 16:25 Minuten, doch ab Kilometer sechs zeigte sich, dass die Wettkampfkilometer der vergangenen Wochen enorm „geschlaucht“ hatten. Zudem bog Patrick König an einer schlecht ausgeschilderten Stelle falsch ab, und es gingen wertvolle Sekunden verloren. Dennoch überquerte der Görlitzer in neuer persönlicher Bestleistung von 33:24,3 Minuten die Zielmatte klar vor Lukas Küter (SC Hoyerswerda/35:38,2 min).

Während König die Kreisbestleistung knapp verfehlte, pulverisierte sein Trainingspartner Paul Förster mit 37:28,8 Minuten die acht Jahre alte Bestleistung der Altersklasse U20 (Stephan Morgenstern/HSG Turbine Zittau/38:18 min) regelrecht. Der „Nachwuchsfalke“ wurde Gesamtfünfter und Zweiter seiner Altersklasse.

Gut erholt versuchte Patrick König bereits am Sonntag erneut, seinen Traum zu verwirklichen. In Großräschen schien der Plan des Siemensmitarbeiters nach den Zwischenzeiten aufzugehen. Doch nach exakt fünf Kilometern hielt er vergeblich Ausschau nach dem Wendepunkt. „Ich glaubte es nicht, denn erst nach weiteren quälend langen 75 Metern erreichte ich den Wendepunkt. Über 150 Meter Zeit herauslaufen ist trotz besten Trainingszustandes nicht möglich. Zwar zeigten die Uhren nach exakt zehn Kilometern eine Zeit von 32:51 Minuten an, aber das zählt nun mal nicht. Warum der Veranstalter die Strecke verlängerte, ist mir schleierhaft. So konnte ich mich über meinen klaren Sieg und die neue persönliche Bestzeit von 33:22,5 Minuten nicht so richtig freuen“, meinte der sichtlich enttäuschte Patrick König, der vor dem Cottbuser Sebastian Böhmer (36:48,9 min) gewann. Als Fünfter der Gesamtwertung und Zweiter der Altersklasse M35 kam mit Matthias Schöneich ein weiterer „Falke“ in guten 39:14,1 Minuten ins Ziel. Für Patrick König geht es nun erst einmal in die verdiente „Sommerpause“. Die wird er mit seiner kleinen Familie auf der schönen Insel Rhodos verbringen und den Urlaub sicher auch als Trainingslager für anstehende Wettkämpfe nutzen.