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Donnerstag, 08.11.2018

Parken im Zentrum wird erstmal doch nicht teurer

Höhere Gebühren sollten der Stadt nicht nur Einnahmen bringen, sondern auch die Luft verbessern. Das ist aber schwierig.

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Parkplatz in der Dresdner Innenstadt soll vorerst nicht teurer werden.
Parkplatz in der Dresdner Innenstadt soll vorerst nicht teurer werden.

© Sven Ellger

Eigentlich war alles vorbereitet: Die Parkgebühren in der Innenstadt sollten dieses Jahr erhöht werden. Geplant war, dass in der Tarifzone 1 im Zentrum die Parkgebühr von 1,50 auf zwei Euro pro Stunde steigt und der Tagestarif von sechs auf acht Euro. In der Zone 2 und der Äußeren Neustadt war eine Erhöhung von 50 Cent auf einen Euro stündlich vorgesehen und ein Anstieg des Tagestarifs von drei auf vier Euro. Dies hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bereits im Februar 2017 im SZ-Gespräch angekündigt. Doch noch immer gelten die alten Preise. Und das, obwohl die Stadt die höheren Gebühren auch als eine Maßnahme im Luftreinhalteplan angegeben hat, um die Dresdner Luft zu verbessern. Bemerkenswert ist, dass die alten Gebühren seit 2006 gelten.

Auf SZ-Anfrage schreibt Bau- und Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne), dass die Parkgebühren vor allem unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich gestiegenen Tarife im öffentlichen Nahverkehr angepasst werden sollen. „Wir haben uns jetzt aber vorgenommen, mit den neuen Parkgebühren auch eine Regelung zu schaffen, mit der wir umweltfreundliche Elektromobilität fördern“, sagt der Bürgermeister. „Wir prüfen, wie wir dies im rechtlichen Rahmen tun können. Wenn wir die Verordnung jetzt ändern und dem Stadtrat zum Beschluss vorlegen, wollen wir diesen wichtigen Aspekt gleich mit berücksichtigen.“

Für Autofahrer dürfte dies eine gute Nachricht sein. Insbesondere an den Adventwochenenden sind Parkplätze Mangelware. Die Stadt lässt sich indes damit zusätzliche Einnahmen entgehen. Allerdings liegt sie mit den bisherigen Preisen schon im mittleren Durchschnitt mit vergleichbar großen Städten. Im Berliner Zentrum geht man einen anderen Weg: dort gibt es viele Kurzzeitparkplätze, auf denen 15 Minuten zwischen 0,25 und 0,75 Euro kosten. Deshalb weichen viele auf weiter entfernte Plätze von der City aus, wo es weitaus günstiger ist. (SZ/kh)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 38 Kommentare

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  1. K.A.

    Ist den Verantwortlichen etwa ein Licht aufgegangen,wer das Geld in die Stadt bringt? Nicht die dvb Kunden, nein es sind die Autofahrer! Erhöht doch die Preise für das Parken von mir aus auf 5,-€ pro Stunde ,dann werden die “Grünen“ den Frust der Händler schon spüren! Übrigens ich bin Autofahrer und kaufe schon lange bei Am... und Eb...!

  2. Lehmann

    Interessant. Nicht mal das Abzocken bekommt dieser linksgrüne Stadtrat auf die Reihe. Da sind Aldi und Lidl mittlerweile weiter.

  3. Nur noch 8% Akkuleistung

    Was für Traumtänzer. Wieviele E-Autos gibt es denn in der Stadt? Und wieviele Touristen kommen mit E-Autos nach Dresden? (Vermutlich keine, denn sie bleiben schon auf der Herfahrt irgendwo mit leeren Akku liegen) Realismus war aber noch nie die Kernkompetenz von Roten und Grünen. Und Steuern fallen vom Himmel. 2019 und sein Wahltermin kommt...

  4. J.A.Woll

    Bei allem was das Parken und die Preise betrifft sollten die Verantwortlichen nicht die Bewohner der Altstadt vergessen, welche auch auf die wenigen Parkplätze angewiesen sind. Der Bewohnerparkausweis ( Kostenpflichtig ) erlaubt zwar das Parken in den bestimmten Bereichen, es garantiert aber keinen freien Platz. Nicht alle wohnen in den Neubauten mit entsprechender Tiefgarage. Wohin also mit dem Fahrzeug wenn in den angrenzenden Straßen nicht mehr der Parkausweis 1 ( Altstadt ) sondern 2,3 usw. gilt und man dort sein Auto nicht abstellen kann ?

  5. Mkm

    Witzig, wie die ersten hier gleich auf Rot-Grün-Rot schimpfen. Dabei ist für die Umstzung im Wesentlichen die Verwaltung zuständig - und deren Chef ist von der FDP...

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