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Samstag, 11.08.2018

Panik hilft nicht

Susanne Sodan kommentiert die Lehrer-Situation an den Schulen der Oberlausitz.

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© pawelsosnowski.com

Fehlen eh Lehrer, da können die Kinder auch ins Freibad gehen. Nein, natürlich nicht. Man muss versuchen, das Beste draus zu machen, aus der Hitze wie aus dem Lehrermangel. Mit der Hitze wird es bestimmt bald ein Ende haben, mit dem Lehrermangel offenbar nicht. Ein bisschen hatte man darauf gehofft, dass die Verbeamtung, die für kommendes Jahr in Aussicht steht, schon vorab ein paar mehr Bewerber nach Sachsen gelockt haben könnte. Ganz offenbar nicht. Vielleicht andernorts, Leipzig, Dresden, Zwickau. Die Oberlausitz dagegen ist von den fünf Schulregionalbereichen Sachsens derjenige, wo die meisten der neuen Stellen noch nicht besetzt werden konnten. Die Zahlen machen wirklich Sorgen, aber Panik hilft auch nicht. Die Voraussetzungen, als Lehrer nach Sachsen zu kommen, sind, zumindest finanziell, nicht schlecht. Und auch Lebensqualität hat Görlitz durchaus zu bieten. Nein, es ist nicht optimal, und wir haben keine Großstadt. Aber die Oberlausitz hat wirklich viele Menschen, die sich engagieren, viel auf die Beine stellen, von Festivals bis zu wirtschaftlichen Innovationen. Davon braucht es noch mehr. Aber bis sie kommen, weitere nach sich ziehen, bis Netzwerk und Zuzug entstehen können, das dauert.

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