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Freitag, 10.08.2018

OSSV-Dreikämpfer mit guter Saison-Zwischenbilanz

Die Langstreckenprofis Markus Thomschke und Sebastian Guhr messen sich in Tallinn mit den Besten. Ende August wartet nun der Knappenman-Wettkampf.

Von Frank Oehl

Startschuss auf der Einsteigerstrecke beim 12. Swim & Run im Steinbruch Louise. Gesamtleiter Giso Müller vom OSSV resümierte am Ende einen gelungenen Wettkampftag.
Startschuss auf der Einsteigerstrecke beim 12. Swim & Run im Steinbruch Louise. Gesamtleiter Giso Müller vom OSSV resümierte am Ende einen gelungenen Wettkampftag.

© Kristin Richter

Triathlon. Die Triathlon-Saison geht jetzt in die heiße Phase. Und warm war es ja bisher nun wirklich schon genug. Auch für die Ausdauerdreikämpfer des Ostsächsischen Schwimmvereins (OSSV) Kamenz. Sie konnten gut trainieren und haben dies bereits in vielen wichtigen Wettkämpfen unter Beweis untermauert. Allen voran die beiden Profis im Team. Markus Thomschke bringt sich regelmäßig in der 2. Bundesliga als Gaststarter für den TV Dresden in Form und Sebastian Guhr nutzte zum Beispiel den „BarockMan“ in Moritzburg für eine vielbeachtete Titelverteidigung auf der Halbdistanz über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und den abschließenden Halbmarathon.

Am vergangenen Wochenende nun waren beide beim Ironman Tallinn auf der doppelt so langen Distanz am Start. Markus belegte einen guten fünften Platz, wobei es bei ihm bis zur Hälfte des Marathonlaufes sogar nach dem Podium aussah. Leider konnte er das zügig angeschlagene Tempo (Marathonzeit am Ende 2:56:46 Std.) nicht ganz durchhalten. Am Ende bewältigte er die Langdistanz in persönlicher Bestzeit von 8:10:29 Stunden. Es siegte der Schweizer Philipp Koutny in 8:01:18 Std. vor dem Deutschen Marc Duelsen und dem Esten Marko Albert. Auf Platz 20 unter den Startern mit Profi-Lizenz erreichte Sebastian auch noch eine Zeit knapp unter neun Stunden, was umso bemerkenswerter ist, weil er ja „nebenbei“ noch arbeiten geht.

Der OSSV organisierte unterdessen mit dem 12. Swim & Run an der Louise in Häslich ein weiteres Highlight im sächsischen Triathlonkalender. Dank zahlreicher Unterstützer auch aus der Gemeinde Haselbachtal war es möglich, trotz großer Hitze einen reibungslosen Ablauf zu sichern. Helfer hatten sogar extra noch eine zusätzliche Wasserstelle an der Laufrunde im aufgeheizten Wald eingerichtet, die auch dringend nötig war. Selbst das Wasser im Steinbruch konnte man bei 27 Grad kaum noch als erfrischend bezeichnen.

Am Ende kamen in den verschiedenen Wettbewerben 170 Starterinnen und Starter ins Ziel, die allesamt mit dem berühmten Granitstein geehrt wurden. Manchem wäre im Ziel eine leichte Medaille lieber gewesen, aber in der heimischen Pokalvitrine macht sich diese Trophäe natürlich viel besser neben den Swim & Run-Siegerpokalen.

Im Hauptwettkampf über je zwei Schwimm- und Laufrunden siegten das OSSV-Talent Lukas Seifert und die Deutsch-Schweizerin Simone Bürli aus Dresden, wobei Letztere sich harter Gegenwehr durch Julia Hofer vom spanischen Team „Triathlón Castillón“ und der einheimischen Sandy Pollack ausgesetzt sah. Auf der halben Distanz siegten Walter Moritz aus Sohland und Ariane Rosin aus Moritzburg. Im Langstreckenschwimmen über 2 000 Meter gewannen Günther Lennard von SVV Plauen und Rita Gellrich von der 1. Dresdner Schwimmgemeinschaft. Über 650  Meter waren erneut Günther Lennard und bei den Frauen Laura Grätz vom SVV Plauen nicht zu schlagen. Auf guten Plätzen – wie auch in den Staffelwettbewerben – sorgten zahlreiche OSSV-Starter für Furore.

Das gelang auch dem OSSV-Bikehouse-Team in der Landesliga. In der Besetzung André Jost, Sven Kunath, Jule Hoffmann, Patrick Thomschke, Torsten Müller und Erik Pudollek setzten sich die Kamenzer gegen Dresden und Handwerk Leipzig  II durch. Mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen steht der OSSV klar an der Tabellenspitze. Wobei erst am 23. September abgerechnet wird, wenn die letzten Landesliga-Wettkämpfe in Rochlitz und Zwickau Geschichte sind. Noch davor steht am 25. und 26. August der 30. Knappenman bei Lohsa als weiterer Höhepunkt an.