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Donnerstag, 11.10.2018

Ortsdurchfahrt Koblenz wird 2019 ausgebaut

Von Andreas Kirschke

Der Landkreis Bautzen will die Ortsdurchfahrt Koblenz auf der Kreisstraße K 9219 im Jahr 2019 grundhaft ausbauen. Im Zuge der Maßnahme hat die Gemeinde Lohsa vor, in Koblenz die Abwasser-Erschließung zu realisieren. Dazu bekannte sich am Dienstag der Gemeinderat. Mehrheitlich hat das Gremium beschlossen, Bürgermeister Thomas Leberecht (CDU) für die Unterzeichnung der Vereinbarung zu ermächtigen. Peter Gutknecht (Freie Wähler Knappensee) stimmte dagegen. Marko Zischewski (Wählervereinigung für die Einheitsgemeinde Lohsa) und Felix Brückner (CDU) enthielten sich.

„Die Dringlichkeit des Vorhabens ist gegeben. Denn es sind erhebliche Belastungen und Sicherheitsbedenken durch den schlechten Straßen-Zustand gegeben“, verdeutlichte der Bürgermeister. Die Anlieger der Ortsdurchfahrt Koblenz wurden in einer Versammlung im März 2017 über den geplanten Ausbau informiert. Mehrheitlich stimmten sie dem Vorhaben zu.

Der Landkreis Bautzen und die Gemeinde Lohsa sollen sich laut Vereinbarung klar die Aufgaben teilen. Der Landkreis realisiert die Gemeinschaftsaufgabe in Abstimmung mit der Gemeinde Lohsa. Demnach trägt der Landkreis die Kosten für den Ausbau der Fahrbahn einschließlich der zugehörigen Trenn,- Seiten-, Rand- und Sicher-heitsstreifen sowie Querhilfen, für den Durchlass, für die Bushaltestellen sowie die anteilige Kosten für den Grunderwerb. Die Gemeinde wiederum übernimmt die Kosten für den Bau des Gehweges einschließlich der Hochborde sowie der zugehörigen Trenn-, Seiten-, Rand- und Sicherheitsstreifen und für den Neubau der Schmutzwasserleitung, der Oberflächenentwässerung sowie der öffentlichen Beleuchtung und die anteiligen Kosten des Grunderwerbs. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 1,524 Millionen Euro. Davon trägt der Landkreis rund eine Million Euro, die Gemeinde 521 000 Euro. Voraussichtlich noch 2019 soll die Maßnahme beendet sein.

Warnung vor Schildbürgerstreich

Die Vereinbarung zwischen Gemeinde und Landkreis sieht außer dem Ausbau der Fahrbahn auf einer Breite von sechs Metern auch den Ausbau des Gehweges in einer Breite von 1,50 Meter bis zwei Meter (teilweise beidseitig) vor. „Der Ortschaftsrat Koblenz war jedoch gegen einen beidseitigen Gehweg. In einigen Bereichen, zum Beispiel am Feuerwehr-Depot, wäre das purer Unsinn“, kritisierte Gemeinderat Peter Gutknecht, sprach von Erpressung der Bürger und warnte vor einem Schildbürgerstreich. Er kritisierte ebenfalls, dass es keine Förderung für einen Radweg gebe. „Dafür sehe ich derzeit leider keine Möglichkeit“, räumte Wolfgang Tietze, Leiter Sachgebiet Bau und Immobilien-Management im Lohsaer Rathaus, ein. Zumindest sieht er Verhandlungsspielraum beim Gehweg. Dort sind noch Änderungen möglich.

„Auch in Mortka wurde die Ortsdurchfahrt K 9219 grundhaft ausgebaut. Der Gehweg verläuft auf einer Seite. Insofern kann ich wie Peter Gutknecht das jetzige Ansinnen des Kreises nicht nachvollziehen“, meinte Gemeinderat Tino Starost (CDU). Gemeinderätin und Kreisrätin Kerstin Robel (Linke) regte an, das Thema Ortsdurchfahrt Koblenz im Technischen Ausschuss des Kreises Bautzen zu behandeln. Als wichtiges Gremium des Kreises kann der Ausschuss für eine Lösung sorgen.