• Einstellungen
Mittwoch, 14.03.2018

Orangerie soll im Sommer fertig werden

Das Projekt Herzogin Garten nähert sich dem Ende. Trotz der Baustelle sind die ersten Mieter bereits eingezogen.

Von Juliane Richter

1

Eine Sandsteinverkleidung wird die Fassade der Orangerie am Herzogin Garten bald komplett zieren. Im Sommer soll das Gebäude fertiggestellt werden.
Eine Sandsteinverkleidung wird die Fassade der Orangerie am Herzogin Garten bald komplett zieren. Im Sommer soll das Gebäude fertiggestellt werden.

© René Meinig

Hinter den Baugerüsten lässt sich schon erahnen, wie die Orangerie im Herzogin Garten bald aussehen wird. Bauarbeiter bringen derzeit die Sandsteinverkleidung an der Fassade an. Laut Projektleiter Torsten Nowack war auch diese innerstädtische Baustelle heftig vom Kälteeinbruch im Februar betroffen. Gut drei Wochen haben die Arbeiten geruht. Doch bis Ende Mai soll die Fassade nun fertiggestellt werden. Parallel werden derzeit die Fenster in das zweigeschossige Gebäude eingesetzt.

Die rund 6 500 Quadratmeter große Fläche hin zur Ostra-Allee, die später ein öffentlicher Park werden soll, wird derzeit noch von Baugeräten und Containern dominiert. „Hier werden aber schon Grundleitungen für die spätere Bewässerung gezogen“, sagt Nowack. Schwer vorstellbar, aber spätestens im Herbst soll die Fläche tatsächlich als Park erkennbar sein.

Dass bisher noch Braun-grau statt Grün die Fläche dominiert, scheint sich negativ auf das Interesse potenzieller Mieter auszuwirken. Zumindest deutet Nowack es so. Bisher seien im bereits fertigen Neubauteil, dem „Palais im Herzogin Garten“, erst neun Wohnungen vermietet. Er ist aber zuversichtlich, dass das Interesse in den kommenden Wochen steigt. Eine 78 Quadratmeter große Dreiraumwohnung kostet rund 1 200 Euro Warmmiete. Das 110 Quadratmeter große Penthouse in der fünften Etage wird im Internet für 2 000 Euro warm angeboten. Auf dem Gelände baut der Investor Reinhard Saal seit September 2015 insgesamt rund 120 barrierefreie Wohnungen – von 56 bis 276 Quadratmetern Wohnfläche. Während er den Neubau für etwa 44 Millionen Euro verkauft hat, soll die Orangerie mit dem historischen und bald vollständig sanierten Portal in seinem Besitz bleiben.

Knapp 65 Meter ist das Gebäude nun lang – und damit deutlich kürzer als das einst 114 Meter lange Original. Laut Nowack soll es im Sommer komplett fertig sein. Lange Zeit war unklar, was mit dem Raum direkt hinter dem historischen Portal geschieht. Dieser verfügt aufgrund kleiner Fenster nur über sehr wenig Tageslicht. „Wir planen dort jetzt Büro und Gewerbe“, sagt der Projektleiter. Konkrete Mieter gibt es jedoch bisher noch nicht. Zu den Investitionskosten für die Orangerie will er sich nicht äußern. In der Vergangenheit war von rund zehn Millionen Euro die Rede.

Desktopversion des Artikels

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

Alle Kommentare anzeigen

  1. Robert

    Und was merkt man daran? Wenn ein Bauherr für sich allein baut (und auch nutzt), legt er sehr viel mehr wert auf Qualität und Attraktivität, als jede Immo-Heuschrecke des globalen Marktes, die nur in Quadratmeter denken, rechnen und verkaufen. Egal, wie grau deren Kiste im Stadtbild sitzt. Und in diesem Fall baut man sogar ein ästhetisch ansprechendes und einzigartiges Dresdner Bauwerk wieder auf, um es nutzbar dem Stadtleben wieder zuzuführen. Ein Stadtbild lebt eben nicht von billigst umbauten Raum allein. Wie das aussieht, sieht man in Gorbitz, Johannstadt und Prohlis exemplarisch. Wollen wir das in der Innenstadt etwa auch?

Alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zum Artikel

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Verbleibende Zeichen: 1000
Text Bitte geben Sie die abgebildete Zeichenfolge ein
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz.