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Freitag, 13.07.2018

Nowitschok-Quelle in Amesbury ist identifiziert

Eine Frau stirbt in der englischen Stadt nach einem Kontakt mit dem Nervengift. Nun weiß die Polizei endlich, worin sich die Substanz befand.

Polizisten stehen am 10. Juli 2018 vor einem abgesperrten Straßenabschnitt in Amesbury.
Polizisten stehen am 10. Juli 2018 vor einem abgesperrten Straßenabschnitt in Amesbury.

© Rod Minchin/PA Wire/dpa

Amesbury/London. Die britische Polizei hat den Behälter gefunden, durch den ein Mann und eine Frau mit dem Nervengift Nowitschok in Kontakt kamen. Die Frau war am Sonntagabend an den Folgen der Vergiftung gestorben.

Scotland Yard teilte am frühen Freitagabend mit, es handele sich um eine kleine Flasche, die im Haus des Mannes in Amesbury gefunden worden war. Tests hätten ergeben, dass es sich beim Inhalt der Flasche um das Nervengift Nowitschok gehandelt hat. Unklar ist, wie der Behälter in das Haus des Mannes gelangte.

Nun soll nach Angaben der Polizei festgestellt werden, ob das Gift aus derselben Quelle stammt wie die Substanz, mit der der russische Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia im März vergiftet worden waren.

London bezichtigte Moskau, Drahtzieher des Anschlags auf die Skripals gewesen zu sein. Nowitschok wurde in der früheren Sowjetunion entwickelt, später wurde damit auch in anderen Ländern experimentiert. Der Kreml bestreitet jegliche Vorwürfe. Der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus. Mehr als zwei Dutzend Länder wiesen russische Diplomaten aus. Russland reagierte ebenfalls mit Ausweisungen.

Die 44-jährige Frau aus Salisbury war am Sonntagabend im Krankenhaus gestorben. In der Klinik hatte sie gut eine Woche zusammen mit ihrem 45-jährigen Lebensgefährten gelegen, der mittlerweile wieder ansprechbar ist und von der Polizei befragt werden konnte. (dpa)

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