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Freitag, 09.11.2018

Nieskyer ist neuer Chef bei Kunze

Mathias Krause bleibt der Pflegebranche seit seiner Ausbildung treu. Genauso, wie seinen Mitstreitern bei der Feuerwehr.

Von Carla Mattern

Mathias Krause steht vor der ehemaligen Berufsschule an der Schulstraße in Niesky. Der Nieskyer ist der neue Geschäftsführer des Familienunternehmens Kunze.
Mathias Krause steht vor der ehemaligen Berufsschule an der Schulstraße in Niesky. Der Nieskyer ist der neue Geschäftsführer des Familienunternehmens Kunze.

© André Schulze

Beide Männer kennen sich seit Jahren. Und beide waren auf der Suche. Daniel Kunze, Geschäftsführer und Gesellschafter des Familienunternehmens Kunze und von Unternehmen der Kunze-Gruppe, wollte für sein Pflegeunternehmen jemanden finden, der aus der Pflege kommt, erzählt Mathias Krause. „Für mich war es an der Zeit, was Neues zu machen. Ich werde bald 40, die Firmen-Philosophie passt, die Aufgabe ist eine Herausforderung für mich“, so der Nieskyer.

Seit 1. September ist er Geschäftsführer des Familienunternehmens Kunze. Und damit Chef von 460 Mitarbeitern an Standorten in Weißwasser, Boxberg, Niesky, Rietschen, Görlitz, Bad Muskau, Cottbus.

Krauses berufliche Entwicklung ist konsequent. In Niesky lernte er Krankenpfleger, ging später ans Kreiskrankenhaus in Weißwasser. Er wurde Stationsleiter, dann Pflegedienstleiter. „Ich hatte viel Glück und viele Menschen, die mich gefördert haben“, sagt er. Zuletzt arbeitete er als Pflegedirektor für die Managementgesellschaft Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz und war damit zuständig für die Pflege in den Krankenhäusern in Zittau, Ebersbach und Weißwasser. Er sei nicht im Groll gegangen, im Gegenteil: „Ich habe einen guten Draht zum Landkreis. Der Kontakt zu Frau Weber (der Dezernentin für Soziales, d. R.) ist respektvoll, fast freundschaftlich“, sagt er.

Seinen ersten öffentlichen Auftritt als Geschäftsführer hatte der 39-Jährige vor wenigen Tagen in Rietschen. Dort präsentierte das Familienunternehmen bei einem Tag der offenen Tür das neue Gebäude für Betreutes Wohnen auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte „Zur Eisenbahn“. Eine gute Gelegenheit für Mathias Krause, nicht nur mit Rietschenern und künftigen Bewohnern in Kontakt zu kommen. Eine Stunde vor dem Start für die Öffentlichkeit waren Mitarbeiter eingeladen, sich umzusehen. „Das wurde gut genutzt“, so Krause, für den das eine gute Gelegenheit war, einige Mitarbeiter mal in anderer Umgebung zu erleben. Überhaupt bricht der Nieskyer eine Lanze für die Mitarbeiter. „Pflege ist ein Teamsport. Alle sind gleich wichtig“, sagt er. Er war in seinen ersten Wochen als Geschäftsführer beim Familienunternehmen Kunze viel unterwegs an den Standorten, ist sich aber sicher, dass er es im ersten Jahr wohl nicht schaffen werde, jedem Mitarbeiter Guten Tag zu sagen. Umso mehr freut er sich auf die Firmenweihnachtsfeier und die Möglichkeiten, dabei Mitarbeitern zu begegnen, zu erfahren, was sie bewegt. Pflege anders denken, auf die nicht leichter werdenden Rahmenbedingungen einzugehen, darüber mit Kollegen aus der Branche und mit Politikern zu diskutieren, das nennt er eine wichtige Aufgabe.

Trotz aller Verantwortung beim Familienunternehmen Kunze und für seine eigene Familie mit Frau, dem 14-jährigen Sohn und der zehnjährigen Tochter bleibt der Nieskyer seinem Ehrenamt treu. Schon als Kind kam er zur Feuerwehr. Das wundert nicht, ist er doch der Sohn vom langjährigen Klittener Wehrleiter Christian Krause. Bei der Feuerwehr Niesky-Stadt ist er Gruppenführer und im Auftrag der Wehrleitung für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Außerdem gehört er zur technischen Einsatzleitung der landkreisweit tätigen Führungsgruppe.