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Montag, 10.09.2018

Neugersdorfer Männer starten in 23. Verbandsligasaison

Von Reiner Seifert

Neugersdorfs langjähriger Trainer Kai Bruchmann (links) und Trainer-Neuzugang Jindrich Kulhavy beraten sich kurz, bevor es neue Anweisungen für die TBSV-Verbandsliga-Handballer gibt.Foto: Verein
Neugersdorfs langjähriger Trainer Kai Bruchmann (links) und Trainer-Neuzugang Jindrich Kulhavy beraten sich kurz, bevor es neue Anweisungen für die TBSV-Verbandsliga-Handballer gibt.Foto: Verein

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Gegen den Tabellennachbarn des Vorjahres hatten sich die Oberländer mehr ausgerechnet, mussten sich aber am Ende mit 22:27 geschlagen geben. „Eine unglückliche Niederlage mit dem Knackpunkt Mitte der zweiten Halbzeit“, konstatierte Trainer Kai Bruchmann. Zwischen der 43. und 46. Minute kassierten die Neugersdorfer drei Zeitstrafen, vergaben einen Siebenmeter und gerieten mit vier, später mit sechs Toren in Rückstand (19:25). Davon erholten sich die Oberländer nicht mehr, deren insgesamt schlechte Torwurfeffektivität in sieben (!) verschossenen Siebenmeter gipfelte. Dabei hatte alles gut begonnen. Der 2:0-Führung der Neugersdorfer folgte bis zur 25. Minute (10:10) eine ausgeglichene erste Halbzeit, ehe sich die zweite Mannschaft des Oberligisten aus Freiberg innerhalb von zwei Minuten mit drei Toren absetzen konnte.

Mit Jindrich Kulhavy hatte der einzige Neuzugang der Neugersdorfer auf der Trainerbank Platz genommen. Gemeinsam mit Cheftrainer Kai Bruchmann verkörpert der 44-jährige Tscheche im wahrsten Sinne des Wortes geballte Handballerfahrung. Kai Bruchmann, seit fast 45 Jahren im Verein, kann als ehemaliger Stammspieler des Verbandsligisten auf rund 250 Punktspiele verweisen. 2008 sprang der heute 51-Jährige als Co-Trainer ein und übernahm ein Jahr später die alleinige Verantwortung für die erste Männermannschaft. Der gelernte Dachdecker gewann als Aktiver und Trainer mit dem Verbandsligateam einmal die Meisterschaft, belegte zweimal den zweiten, dreimal den dritten und zweimal den vierten Platz.

Mit Jindrich Kulhavy verpflichteten die Neugersdorfer einen ebenfalls erfahrenen Spieler und Trainer. Der 44-jährige Tscheche spielte in der ersten und zweiten tschechischen Liga sowie 14 Jahre in Deutschland, unter anderem in Glauchau und Nordhausen. Als Trainer fungierte er in Jablonec nad Nisou und zwei Jahre beim OSV Zittau, bevor er sich vor zwei Monaten dem TBSV Neugersdorf anschloss. „Hier bin ich gut aufgenommen worden und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Kai und der Mannschaft“, erklärte Kulhavy, der in Zittau arbeitet und im tschechischen Hermanice wohnt.

Der TBSV Neugersdorf beendete die Vorsaison als Tabellenneunter, punktgleich mit dem Zehnten und nur fünf Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt. „Eines unserer schlechtesten Ergebnisse in der zweithöchsten sächsischen Spielklasse“, resümierte damals Trainer Bruchmann. „Die bevorstehende Saison wird nicht einfacher. Der Klassenerhalt ist und bleibt unser vorrangiges Ziel“, weiß Bruchmann um die Schwere der Aufgabe. Zumal ihm mit Martin Seeliger der torgefährlichste Spieler verletzungsbedingt für längere Zeit nicht zur Verfügung steht. Kreisläufer Tino Klaus und Sebastian Schulz können aufgrund von Studium/Weiterbildung nicht regelmäßig trainieren und nur sporadisch eingesetzt werden. Die Neugersdorfer starten ohne große personelle Veränderungen in ihre 23. Verbandsligasaison in Folge. Lediglich Marcel Bastisch rückt von der zweiten in die erste Mannschaft auf. Trainer Bruchmann baut auch in der bevorstehenden Saison auf seine eingespielte, erfahrene Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von fast 30 Jahren sowie auf die Heimstärke und Torgefährlichkeit von allen Positionen.

TBSV-Frauen verlieren erneut

Der deutlichen 19:30-Niederlage im Saison-Auftaktspiel gegen die mit Oberligaspielerinnen besetzte zweite Mannschaft vom SV Koweg Görlitz folgte im ersten Heimspiel die nächste Klatsche. Das Neugersdorfer Verbandsligateam ging gegen den Vorjahresvierten SF 01 Dresden mit einer Tordifferenz von 20 Treffern (Endstand 15:35) buchstäblich unter. Der Höhepunkt aus Sicht der Gastgeberinnen war wohl die 1:0-Führung nach 30 Sekunden, um 15 Minuten später mit sechs und zur Halbzeit mit elf Toren (8:19) im Rückstand zu liegen. Die Neugersdorferinnen, die auf den Einsatz ihrer Torjägerin Kati Wießner verzichten mussten, gerieten völlig von der Rolle und stellten beim Spielstand von 15:29 in den letzten zehn Minuten auch noch das Toreschießen ein. (rs)

Statistik

Männer: TBSV Neugersdorf – HSG Freiberg II 22:27

TBSV-Tore: Aßmann (6), S. Schulz (6), Schüler (6/2), Neumann (1), Komassa (1), Bastisch (1), S. Scholze (1).

Frauen: TBSV Neugersdorf – SF 01 Dresden 15:35

TBSV-Tore: Willig (4), Schäfer (4), Stachowski (2), Rothenburger (2/2), Hänsel (2), Hille (1).