• Einstellungen
Freitag, 07.09.2018

Neugersdorf im Derbyfieber

Von Frank Thümmler

Bild 1 von 2

© *

Der Neugersdorfer Kapitän Karl Petrick (links) – hier im Kopfballduell mit dem Meuselwitzer Romarjo Hajrulla – war schon beim letzten Derby gegen Bischofswerda vor fünf Jahren dabei und schoss dabei sogar ein Tor.Foto: Florian Richter
Der Neugersdorfer Kapitän Karl Petrick (links) – hier im Kopfballduell mit dem Meuselwitzer Romarjo Hajrulla – war schon beim letzten Derby gegen Bischofswerda vor fünf Jahren dabei und schoss dabei sogar ein Tor.Foto: Florian Richter

© Florian Richter 2018

Regionalliga Nordost

FC Oberlausitz Neugersdorf (14.) – Bischofswerdaer FV (9.)Sa.,14.00

Nach fünf Jahren trifft der FC Oberlausitz erstmals wieder auf den Bischofswerdaer FV. Im April 2013 fand diese Landesliga-Partie in Bischofswerda statt, Karl Petrick und Jiri Liška drehten das Spiel zugunsten des FCO, sie machten den Führungstreffer von Sebastian Heine wett. Die Neugersdorfer stiegen damals in die Oberliga auf, Bischofswerda folgte zwei Jahre später. In der vergangenen Spielzeit gelang „Schiebock“ dann der souveräne Aufstieg in die Regionalliga. Um zwölf Punkte wurde Inter Leipzig distanziert, ganze zwei Niederlagen musste die Truppe von Trainer Erik Schmidt hinnehmen. Auch in diesem Jahr läuft es bei den Bischofswerdaern ordentlich. Acht Punkte holte der BFV aus den ersten vier Spielen. Vor allem die Auswärtsauftritte in Leipzig (2:1-Sieg bei Lok) und beim Berliner AK (1:1 nach Rückstand) ließen die Liga aufhorchen. Auch bei den ambitionierten Nordhäusern hielt der BFV bis sieben Minuten vor dem Ende ein 0:0. „Das zeigt, dass Bischofswerda in der Liga angekommen ist. Gerade in diesen Partien konnte die Mannschaft ihre Konkurrenzfähigkeit herausstellen. Sie hat schon einige Überraschungen geschafft. Wir wollen nicht zur nächsten Überraschung werden“, zollt Karsten Hutwelker dem kommenden Gegner vorausblickend Respekt, obwohl der zuletzt gegen Herthas zweite Mannschaft den Kürzeren zog. Aufgrund des Tabellenstandes sind die Bischofswerdaer sogar leicht favorisiert, was auch im Sinne des FV-Präsidenten Jürgen Neumann sein sollte, der zu Saisonbeginn beim MDR sagte: „Ich bin immer Optimist. Ich habe als Ziel ausgegeben, Ostsachsenmeister zu werden, vor Bautzen und Neugersdorf.“

Wie auch die Bischofswerdaer setzen die Neugersdorfer in dieser Saison auf die Jugend. Im letzten Spiel erlebte Max Gregor Ziehm seine Feuertaufe, als er nach 20 Minuten für den verletzten Colin von Brezinski einsprang und sich nahtlos in die Mannschaft einfügte. Ziehm ist im Mai gerade einmal 18 geworden und könnte noch ein Jahr in der A-Jugend spielen. Karsten Hutwelker stellt heraus, dass der Verteidiger keine Notlösung war: „Ich habe ihn gebracht, weil er das Vertrauen genießt und nicht etwa, weil es zu viele Verletzte gibt.“ Er hat mit Leistung zurückgezahlt. Trotzdem stand die Mannschaft bei Viktoria am Ende mit leeren Händen da, obwohl sie in der letzten halben Stunde den Gegner klar beherrschte. Doch auch ein deutliches Chancen-Plus reicht eben nicht, wenn man daraus keine Tore macht. Das war die bittere Lehre von Berlin. Dies soll am Sonnabend in der heimischen Sparkassen-Arena besser werden, zumal die letzten zwei Begegnungen dort gewonnen wurden. Bleibt die Hoffnung, daß dieses Derby vor einer würdigen Kulisse stattfindet. Beide Mannschaften haben es mit ihren zuletzt gezeigten Leistungen verdient.

Kreispokal

Die Oberlausitzer Fußballligen pausieren am Wochenende. In der zweiten Runde steigen erstmals die gemeldeten Kreisoberligisten in den Wettbewerb ein. Das Los bescherte den Teams gleich zwei direkte Duelle. Demnach muss der Titelverteidiger VfB Zittau in seiner Auftaktpartie eine höhere Hürde überwinden. Die zweite Mannschaft von Eintracht Niesky liegt in der Kreisoberliga auf Platz sechs, die Zittauer nur auf dem zehnten Rang. Das zweite reine Kreisoberliga-Duell steigt in Olbersdorf. Hier dürfte der SV Neueibau beim Tabellenschlusslicht der Liga die Favoritenrolle innehaben. Die anderen Kreisoberligisten müssen zumeist bei Kreisligisten antreten. Blau-Weiß Obercunnersdorf reist zum heißen Derby auf den „Sand“ nach Lawalde. Genauso spannend dürfte das Duell des Vorjahresfinalisten Stahl Rietschen-See bei der SG Kreba-Neudorf werden. Der SC Großschweidnitz-Löbau muss zum TSV Großschönau, der sich zuletzt mit einem 13:2-Erfolg für den Pokal regelrecht warm geschossen hat. Weniger angenehm wird die Auswärtstour für den arg gebeutelten FSV Kemnitz ausfallen. Mit dem SV Horken Kittlitz trifft man auf die Pokalspezialisten aus der Vorsaison. (stw)