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Freitag, 17.08.2018

Neugersdorf hat Respekt vor den Hertha-Bubis

Von Frank Thümmler

Stürmer Bocar Djumo (vorn) hat seinen Trainer im Spiel gegen die VSG Altglienicke begeistert, mit seiner Laufleistung, seiner Defensivarbeit aber auch seiner Torgefahr. Heute erwartet Hutwelker aber eine ähnliche Leistung vom Portugiesen in den Reihen des FCO.Foto: Florian Richter
Stürmer Bocar Djumo (vorn) hat seinen Trainer im Spiel gegen die VSG Altglienicke begeistert, mit seiner Laufleistung, seiner Defensivarbeit aber auch seiner Torgefahr. Heute erwartet Hutwelker aber eine ähnliche Leistung vom Portugiesen in den Reihen des FCO. Foto: Florian Richter

© Florian Richter 2018

Regionalliga Nordost

Hertha BSC II (17.) – FC Oberlausitz Neugersdorf (14.)Fr.,19.00

Weil am kommenden Wochenende die erste Runde des DFB-Pokals ausgespielt wird, hat die Regionalliga frei. So können zwei Nachholspiele ausgetragen werden. Am Sonntag spielt der Berliner AK gegen den Aufsteiger Bischofswerda, bereits am Freitag tritt der FC Oberlausitz, der mit den Firmen MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH, MBL Maschinenbaubetriebe Lieb GmbH sowie 11teamsports Leipzig GmbH neue Sponsorenverträge abschließen konnte, bei Hertha BSC II an.

Langsam scheinen die Neugersdorfer ihren Rhythmus zu finden. Das 3:1 gegen Altglienicke war nicht nur der erste Sieg, es war auch die bisher beste Leistung des FCO in der noch jungen Saison. „Der Sieg war hochverdient, weil wir vieles umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen hatten“, registrierte der Trainer die Leistungssteigerung seiner Truppe, auch wenn es einige Hänger gab. Trotzdem: „Der Mannschaft gebührt für das Zweikampfverhalten und die Laufleistung ein großes Kompliment“, sagt Hutwelker. Die meisten Kilometer in diesem Spiel dürfte Bocar Djumo abgespult haben. Vorn war er meist anspielbar und konnte die Bälle halten. Doch auch im Defensivverhalten war er stark, machte sogar einen Konter der Gäste nach einer eigenen Ecke als letzter Mann unschädlich. Dafür bekam er vom Trainer ein Extralob: „Läuferisch war das der beste Bocar, den ich bisher gesehen habe. Eine ähnliche Leistung erwarte ich von ihm aber auch bei Hertha.“

Denn unterschätzen darf man die U23 des Bundesligisten auf keinen Fall, auch wenn die Jungs von Ante Covic derzeit nur auf dem vorletzten Platz liegen und erst einen Punkt erspielten. Doch diesen holten sie ausgerechnet bei Wacker Nordhausen und versalzten den ambitionierten Thüringern damit den Saisonauftakt. Für die Herthaner geht es wie jedes Jahr darum, junge Spieler in den Männerbereich zu integrieren. Rückschläge wie zuletzt, Niederlagen gegen Altglienicke und Meuselwitz, bleiben da nicht aus. Die Berliner Mannschaft ist jung – sehr jung. In Meuselwitz stach nur Kapitän Tony Fuchs mit seinen 28 Lenzen deutlich heraus, der Rest der Startelf kam auf ein Durchschnittsalter von 19,8 Jahren. Vier davon wurden in diesem Sommer durch einen 3:1-Finalsieg gegen Schalke 04 deutscher U19-Meister. Respekt ist also geboten.

„Aber Männerfußball ist etwas anders, das Zweikampfverhalten und die Laufleistung sind intensiver“, sieht Karsten Hutwelker Chancen, auch in Berlin etwas zu holen, nicht ohne auch den Zeigefinger zu heben: „Wir müssen vorsichtig sein und dürfen die Jungs auf keinen Fall unterschätzen. Sie spielen mit Euphorie und Enthusiasmus, wollen sich für die Bundesligamannschaft anbieten. Da kann man auch mal schnell unter die Räder kommen.“ Diese Erfahrung musste der FCO Anfang März dieses Jahres machen, als die Neugersdorfer auf dem Kunstrasen des Olympiageländes überhaupt kein Land sahen und mit 0:4 aus dem Stadion gefegt wurden. (jk)

Landespokal Sachsen, 1. Hauptrunde

Am Wochenende steht die erste Runde um den Landespokal an. Insgesamt werden 40 Partien ausgetragen und 97 Mannschaften nehmen am Wettbewerb teil. Die zwölf sächsischen Vereine der dritten Liga, Regionalliga Nordost und NOFV-Oberliga sind noch nicht dabei. So gehen in der ersten Runde 16 Landesligisten, 56 Teams aus der Landesklasse sowie 13 Kreispokalsieger an den Start.

Meißner SV 08 - FV Eintracht Niesky

Sa., 15.00

Das erste Pflichtspiel für die erste Mannschaft im Spieljahr 2018/2019 steht auf dem Plan. In der ersten Runde des Sachsen-Pokals fährt die Eintracht zum Aufsteiger in die Landesklasse Mitte – zum Meißner SV. Die Blau-Weißen aus der Porzellanstadt bestritten eine sehr gute letzte Saison in der Kreisoberliga. Mit 114:19 Toren in 26  Spielen stellte man den besten Angriff und die beste Defensive der Liga. Am Ende reichte dies jedoch nicht zu Platz eins, da man einmal zu viel Unentschieden spielte. Die SG Canitz als Erstplatzierter verzichtete aber auf das Aufstiegsrecht und so war der Weg frei für den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesklasse. Die Nieskyer Eintracht reist natürlich als Favorit nach Meißen. Nach einer zufriedenstellenden Vorbereitung ist man gut für die neue Saison aufgestellt. Durch das Nachrücken von Jugendspielern und das Verpflichten eines weiteren Torhüters konnte man etwas für die Breite des Kaders tun. Die Mannschaft wurde zudem mit Stefan Süß um einen erfahrenen Mann reicher, der den Jungspunden die Richtung auf dem Platz vorgeben kann. In der Vorbereitung erzielte Niesky durchgehend gute Ergebnisse, verlor lediglich ein Spiel gegen die A-Jugend von Energie Cottbus. Nun stehen die Eintracht-Jungs in den Startlöchern und scharren mit den Hufen, dass es endlich losgeht. (tb)

SV 61 Tauscha – VfB Weißwasser Sa.,15.00

Nach einer intensiven Saisonvorbereitung mit insgesamt sechs Testspielen bestreitet Weißwasser am Sonntag sein erstes Pflichtspiel der Saison. Die Bilanz der sechs absolvierten Testspiele ist ausgeglichen. Dabei weiß man beim VfB Weißwasser noch nicht so recht, wo man steht. Zu schwankend waren die Leistungen während der Saisonvorbereitung. Dem Gegner SV 61 Tauscha wird dies egal sein. In der abgelaufenen Saison belegte die Mannschaft aus der Nähe von Radeburg den siebenten Platz in der Kreisoberliga Meißen und qualifizierte sich durch den zweiten Pokalsieg hintereinander für die Teilnahme am Wernesgrüner Sachsenpokal.

Kreisoberliga

Der 2. Spieltag der Kreisoberliga startet bereits am Freitagabend. Nach dem mitreißenden 2:2-Unentschieden im Eröffnungsspiel in der vergangenen Woche treten die Friedersdorfer abermals am Abend an. Die Schützlinge von Torsten Bronder reisen zum SC Großschweidnitz-Löbau, die nach der 0:3-Niederlage zum Auftakt bei Aufsteiger Oderwitz II nun unter Flutlicht die ersten Zähler der neuen Saison einfahren wollen.

Am Samstag stehen vier Begegnungen auf dem Programm. Stahl Rietschen-See muss beim FSV Kemnitz antreten. Der zuletzt siegreiche Aufsteiger SV Gebelzig gastiert bei der Lok-Elf in Schleife. Die Hausherren werden nach der Derbyniederlage aus der Vorwoche auf den ersten Sieg der Saison brennen. Gleiches gilt wohl auch für den GFC Rauschwalde. Allerdings haben die Biesnitzer mit der Reserve von Eintracht Niesky keine Laufkundschaft unterhalb der Landeskrone zu Gast. Nach der deftigen 1:5-Niederlage zum Auftakt muss Aufsteiger Bertsdorf zum SV Neueibau. Auch dort sollten die Trauben ziemlich hochhängen.

Am Sonntag spielt Bad Muskau erstmals vor heimischem Publikum in neuer Spielklasse. Das Spiel gegen Obercunnersdorf verspricht Spannung. Beide Teams holten am 1. Spieltag ein 2:2-Unentschiednen. Spitzenreiter Holtendorf trifft auf eigenem Geläuf auf Olbersdorf. Das Ziel ist dabei klar: Drei Punkte sollen an der Thomas-Müntzer-Siedlung bleiben. Unterdessen wurde das Heimspiel vom VfB Zittau gegen Oderwitz II auf den 3. Oktober verlegt. Die Zittauer spielen am Wochenende im sächsischen Landespokal um den Einzug in die zweite Runde. (stw)