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Dienstag, 06.11.2018

Neues Parkkonzept für Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt

Der Stellplatzärger soll minimiert werden, kündigt der Organisator an. Die Pfefferküchler zeigen sich mit dem Markt 2018 zufrieden.

Von Reiner Hanke

Zehntausende kamen am Wochenende zum Pfefferkuchenmarkt in Pulsnitz.
Zehntausende kamen am Wochenende zum Pfefferkuchenmarkt in Pulsnitz.

© Matthias Schumann

Pulsnitz. Drei turbulente Tage mit Zehntausenden Gästen liegen hinter der Stadt Pulsnitz und ihren Bewohnern. Und es wurde wie in jedem Jahr zum Pfefferkuchenmarkt wieder sehr eng auf den Straßen. Pfefferküchler, Händler, Gewerbetreibende seien mit dem Markt zufrieden und die Stimmung gut gewesen, schätzt Sandro Tenne ein, bei dem die organisatorischen Fäden zusammenliefen. Dafür sorgten sicher auch die Spezialitäten der Pfefferküchler, der Glühwein und das optimale Wetter. Freilich sei der Andrang zu bestimmten Zeiten an den Versorgungsständen groß, die Schlangen lang gewesen. Noch mehr gastonomische Anbieter auf die Bummelmeile zu nehmen, sei aber auch heikel. Denn die Pfefferküchler wollen natürlich eine gute Mischung interessanter Anbieter.

So gibt es aber wie jedes Jahr einiges auszuwerten, was im kommenden Jahr besser laufen könnte. Wer auf die Kommentare im Internet schaut, der erfährt, dass das Parken immer wieder eine Schwachstelle ist. Das wissen natürlich auch die Organisatoren und wollen die Besucher gern auf den öffentlichen Nahverkehr umlenken. Der Pendelbus sei jedenfalls sehr gut angenommen worden, und die Züge waren teilweise rappelvoll.

Aber viele Autofahrer suchen eben den Parkplatz vor Ort. So fragen Beobachter, warum keine Felder zum Parken genutzt würden, am Eierberg zum Beispiel. Das habe der Veranstalter durchaus versucht. Es sei aber nicht gelungen. In einer Kleinstadt mit 6 500 Einwohnern gebe es eben leider nicht so viele Parkplätze, wie es für so eine Veranstaltung wünschenswert wäre, sagt seinerseits Obermeister der Pfefferküchler Peter Kotzsch.

Gerade am Sonnabend habe es wegen des hohen Besucherandrangs Schwierigkeiten beim Parken gegeben, räumt Sandro Tenne ein. Am Sonntag habe man darauf reagiert. Allerdings hätten dann Unfälle auf der Autobahn für zusätzlichen Verkehr und neue Probleme in der Stadt gesorgt. Die Polizei sei aus Sicht des Veranstalters gut aufgestellt gewesen, aber es würden auf jeden Fall künftig mehr Ordner gebraucht.

Organisatoren bemühen sich um Flächen zum Parken

„Die werden das nie in den Griff kriegen“, schreibt unterdessen ein Pessimist im Internet. Abwarten. Im kommenden Jahr wollen die Organisatoren mit einem neuen Parkkonzept Engpässe und Ärger zumindest minimieren, kündigt Sandro Tenne an. Diesmal sei es nicht gelungen, entsprechende Flächen auf Feldern oder Wiesen für den Markt zu mieten. Aber: „Wir werden jetzt schwer daran arbeiten, Flächen zu bekommen und entsprechend zugänglich zu machen.“ Am Eierberg, Richtung Großröhrsdorf und Ohorn insbesondere. Das Parken werde dann aber etwas kosten. Ansonsten sei das nicht machbar. Einen Eintrittspreis zum Pfefferkuchenmarkt soll es aber auch in Zukunft nicht geben. Außerdem wollen die Organisatoren das Leitsystem, die Wegweiser, für die Besucher in der Stadt ausbauen. Damit die Gäste den Markt mit den Pfefferküchlern noch besser finden – es gab wohl Irritationen – oder auch die WCs.

Das Zelt hinter der Stadtinformation fürs Dekorieren der Pfefferkuchen, war wohl nicht zu verfehlen. Gegen Ende des Marktes am Sonntag war auch der letzte von 4 500 Pfefferkuchen garniert, schätzt Andreas Jürgel, Chef der Pulsnitzer Kulturgesellschaft, ein. In seiner Stadtinformation bündeln sich zudem die unterschiedlichsten Meinungen, die Parkplatzsituation inklusive. Der eine lobt den breitgefächerten Markt, die Stimmung und die kulturellen Angebote. Dem anderen ist es einfach zu viel Gedränge und er will an einem ruhigeren Tag wieder kommen.

Auch davon kann Pulsnitz nur profitieren. Für den Pulsnitzer Kantor Markus Mütze war es in diesem Jahr der erste Pfefferkuchenmarkt und ein gelungenes, ein sehr schönes Wochenende, resümiert er. Erstmals habe die Gemeinde den Kirchturm für Besucher geöffnet. „Das ist wunderbar angenommen worden, fast 800 Leute sind hinaufgestiegen.“ 400 Besucher erlebten außerdem das Gospelkonzert zum Pfefferkuchenmarkt in der Kirche. Der Gospelchor sei klasse gewesen, das Publikum richtig mitgegangen, freut er sich. Und ein Beobachter fasst in seinem Internetkommentar zusammen: „War wieder super wie jedes Jahr.